Rechtsextremismus Polizist in Leipzig wegen Rassismusverdacht suspendiert

Wappen der sächsischen Polizei ist an einem Uniform angebracht, aufgenommen bei der feierlichen Vereidigung in der Sachsen-Arena den Eid ab.
Bildrechte: dpa

In der Polizeidirektion Leipzig wurde am Freitag mit sofortiger Wirkung ein Polizist suspendiert. Wie die Polizei mitteilte, steht der Beamte im dringenden Verdacht, sich in einem Chat rechtsextrem und rassistisch geäußert zu haben. Am Donnerstag habe das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Leitung der Polizeidirektion Leipzig über Erkenntnisse aus diesem Chatverlauf informiert, hieß es.

Die weiteren Ermittlungen würden nun von der Soko Rex des sächsischen Landeskriminalamtes übernommen. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze kritisierte den Vorfall: "Ich bin sehr enttäuscht. Das Handeln eines Einzelnen wirkt sich einmal mehr unmittelbar auf das Ansehen aller Kolleginnen und Kollegen der Polizei aus." Schultze betonte, dass die Aufgabe der Polizei der Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist.

Rechtsextremistisches Gedankengut hat in unserer Polizei nichts zu suchen. Dessen Existenz darf daher nicht kleingeredet werden und wird in unseren Reihen nicht toleriert.

Torsten Schultze Polizeipräsident von Leipzig

Der tatverdächtige Polizist muss mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Ihn erwartet zudem ein Disziplinarverfahren.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.09.2020 | ab 19:00 Uhr in den Nachrichten

Mehr aus Leipzig, dem Leipziger Land und Halle

Mehr aus Sachsen