Auf einer Baustelle in Leipzig ist ein Baggerfahrer auf eine Bombe gestoßen.
Bildrechte: Dirk Knofe

03.12.2019 | 12:06 Uhr | Update Fliegerbombe Leipzig: Bürger sollen sich auf Evakuierung vorbereiten

Auf einer Baustelle in Leipzig ist ein Baggerfahrer auf eine Bombe gestoßen.
Bildrechte: Dirk Knofe

Auf einer Baustelle an der Essener Straße in Leipzig ist ein Baggerfahrer auf Munition gestoßen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat nach einer ersten Begutachtung bestätigt, dass es sich um eine britische 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe handelt. Das teilte die Polizei mit. Rund um die Gefahrenzone zwischen Delitzscher Straße und Bundesstraße 2/Maximilianallee wurde ein Sperrkreis von 1.000 Meter eingerichtet. Der Busverkehr im gesperrten Bereich wird umgeleitet. Derzeit werde der Evakuierungsradius festgelegt. Unter anderem müssen Teile der nahe gelegenen Bereitschaftspolizei und Mitarbeiter des Polizeireviers Nord ihre Dienststellen verlassen.

Die Feuerwehr rät allen Bewohnern innerhalb des Sperrkreises, sich auf eine vorübergehende Evakuierung vorzubereiten. Die Bürger wurden gebeten, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen:

Stadt Leipzig zum möglichen Bombenfund

Auch die Stadtverwaltung Leipzig schreibt auf ihrer Homepage: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Anwohner vorübergehend ihre Wohnungen räumen müssen. Bitte legen Sie für diesen Fall Ihren Ausweis und Ihre Krankenkassen-Karte, dringende Medikamente und gegebenenfalls ein Mobiltelefon bereit, mit dem Sie Ihre Angehörigen verständigen können."

Erhebliche Verspätungen im Busverkehr

Weil die Essener Straße in beiden Richtungen derzeit gesperrt ist, werden seit 9 Uhr mehrere Buslinien (80, 81, 82, 85, 86) umgeleitet. Die Leipziger Verkehrsbetriebe informieren die Fahrgäste darüber und geben an: "Es muss mit erheblichen Verspätungen gerechnet werden."

Bauleiter schätzt Bombe auf fünf Zentner

Für Bauleiter Andreas Kämpfer ist es nicht die erste Baustelle mit Fundmunition: "Ich schätze, dass es eine Fünf-Zentner-Bombe sein wird." Bei der Arbeit mit dem Kettenbagger habe man die Bombe in bis zu vier Metern Tiefe gefunden, so der Bauleiter. Weil sich an der Stelle auch ein großes Stromkabel befand, habe man die Bombe vorher nicht mit Detektoren orten können, vermutet Kämpfer.

Das ist zu Tage gekommen beim Einplanieren des abgetragenen Materials. Ein Restrisiko bleibt immer.

Andreas Kämpfer Bauleiter

Kämpfer zählte die ersten Schritte auf, die nach dieser Entdeckung gemacht wurden: "Die Arbeiten sofort einstellen, es dürfen keine Vibrationen mehr entstehen. Es ist wichtig, großräumig abzusperren und die Polizei zu informieren."

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Quelle: MDR/ma/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.12.2019 | ab 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2019, 12:07 Uhr

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