28.01.2020 | 15:49 Uhr Rangnick nach "Friseur-Affäre" bei RB Leipzig: "Weg zum goldenen Steak nicht mehr weit"

Ralf Rangnick
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Ralf Rangnick hat die Spieler von Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig nach der "Friseur-Affäre" massiv kritisiert. Nachdem sich mehrere Profis vor der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am Samstag vom eigens eingeflogenen Star-Friseur Sheldon Edwards die Haare stylen lassen hatten, reagierte der frühere RB-Trainer am Dienstag ungehalten. "Ich hätte 100.000 Euro darauf gewettet, dass unsere Spieler keinen Star-Friseur aus England einfliegen lassen, um sich im Hotel die Haare machen zu lassen", sagte Rangnick laut "Leipziger Volkszeitung" im Rahmen der Feier zum 120. Geburtstag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Leipzig: "Diese 100.000 Euro hätte ich verloren. Das 0:2 war schon ärgerlich genug, die Friseur-Geschichte macht mich fassungslos. Das ist dekadent. Da ist der Weg zum goldenen Steak nicht mehr weit."

Auch Julian Nagelsmann "not amused"

Schon vor Rangnick, der aktuell als Head of Sport and Development Soccer bei Leipzigs Hauptsponsor Red Bull tätig ist, hatte sein Nachfolger Julian Nagelsmann die Einstellung der Spieler harsch kritisiert. Besonders die Trainingsleistung vor dem Frankfurt-Spiel hatte dem 32-Jährigen überhaupt nicht gefallen.

Am Abend vor der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt hatte die Mannschaft Star-Friseur Sheldon Edwards aus England ins Teamhotel «Villa Kennedy» einfliegen lassen, insgesamt neun Spieler ließen sich frisieren. Die Friseur-Episode soll ohne Wissen von Trainer Julian Nagelsmann stattgefunden haben und war erst durch Instagram-Postings von Edwards an die Öffentlichkeit gelangt. Bereits direkt nach dem Spiel hatte Nagelsmann die Einstellung und den mangelnden Willen seiner Spieler, dem Erfolg alles unterzuordnen, kritisiert.

Quelle: MDR/sid/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2020 | 17:40 Uhr im Programm

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2020, 15:49 Uhr

5 Kommentare

Dynamo vor 3 Wochen

Hallo Bernd_wb, die RB-Fußballer kriegen einfach pro Monat plus Einsatz- und Siegprämien viel zu viel. Wenn diese Fußballer mit 35 Jahren ihre Laufbahn beenden und nur damit zu Hause keine Langeweile aufkommt, irgendeinen Job bei einem Verein annehmen, wo es gar nicht auffallen würde, wenn es diesen Job nicht gäbe, läuft etwas komplett falsch im Leistungssport.

Sachse vor 3 Wochen

Als Sachse drücke ich automatisch die Daumen für Leipzig. Bayern-Fan war ich dagegen noch nie. Aber die Spiele der beiden Mannschaften am vergangenem Samstag haben dem Zuschauer deutlich gezeigt, wer mit fast 100%-iger Sicherheit nicht Meister wird. Die Einstellung zum Job konnte nicht unterschiedlicher demonstriert werden. Selbst nach einem 3:0 spielten die Bayern, als ob sie einen Rückstand wettmachen müsten. Bei Leipzig dagegen die demonstrative Lustlosigkeit und die Botschaft an die eigenen Anhänger: es ist uns schnuppe, wie das hier ausgeht.

peter1 vor 3 Wochen

Das geht leider garnicht!!! Ralf hat Recht. Solche Aktionen kommen bei den Fans nicht gut an!!!

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