Ermittlungen Haftbefehl nach tödlichem Streit am Leipziger Hauptbahnhof erlassen

In der Dunkelheit stehen Polizeiautos und Polizisten vor der Westhalle des Leipziger Hauptbahnhofs.
Nach einem Streit zwischen mehreren Personen vor dem Leipziger Hauptbahnhof war ein Mensch gestorben. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde nun Haftbefehl erlassen. Bildrechte: Björn Walther

Nach der tödlichen Auseinandersetzung am Leipziger Hauptbahnhof vor vier Tagen ist gegen einen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Vorwurf lautet auf Totschlag, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig am Sonntag sagte. Der 25-Jährige stehe unter dem dringenden Tatverdacht, am Donnerstag einen 29-Jährigen nach einem Streit getötet zu haben. An der Auseinandersetzung am Hauptbahnhof sollen mehrere Personen beteiligt gewesen sein.

Keine Angaben zu Hintergründen und Tatwaffen

Anschließend hatte sich der Streit offenbar auf zwei Männer konzentriert. Dabei war ein Libyer getötet worden. Der tatverdächtige Tunesier hatte bei dem Streit lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort war ihm der Haftbefehl eröffnet worden.

Zu den bisher bekannten Hintergründen wollten sich am Sonntag die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Es wurden keine Angaben zur möglichen Todesursache oder Tatwaffen gemacht. Auch nicht, ob sich die beiden kannten und worum es bei dem Streit möglicherweise ging. Mit den Obduktionsergebnissen ist nicht vor Montag zu rechnen.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.11.2020 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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