21.02.2020 | 08:12 Uhr Nach Hanau: Experte aus Leipzig über Radikalisierung der rechtsextremen Szene

Nach dem mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Anschlag im hessischen Hanau hat der Leipziger Rechtsextremismusforscher Oliver Decker Versuche einer Entpolitisierung der Tat verurteilt. Decker sagte dem MDR, bereits vor dem Anschlag in Hanau sei vorauszusehen gewesen, dass es eine Radikalisierung im rechtsextremen Milieu gibt. "Es war keine Selbstradikalisierung, die wir hier sehen, sondern sie vollzog sich in einem gesellschaftlichen Kontext, der im Wesentlichen durch rassistische Motive mitbestimmt war", so Decker.

Am Mittwochabend hatte ein 43-Jähriger in Hanau in zwei Sisha-Bars neun Menschen erschossen. Kurz darauf wurden der mutmaßliche Täter und seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung tot gefunden. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.02.2020 | 05:00 Uhr in den Nachrichten

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