In der Mitte der Fahrbahn ist ein langer, zum Teil unterbrochener Riss zu sehen.
Im vorigen Sommer hatte sich durch die Hitze ein langer Riss auf der A4 zwischen Bautzen und Dresden gebildet. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

25.06.2019 | 11:34 Uhr Tempolimits auf Autobahnen wegen möglicher Hitzeschäden

In der Mitte der Fahrbahn ist ein langer, zum Teil unterbrochener Riss zu sehen.
Im vorigen Sommer hatte sich durch die Hitze ein langer Riss auf der A4 zwischen Bautzen und Dresden gebildet. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Wegen der erwarteten hohen Temperaturen müssen sich Autofahrer auf Tempolimits auf den Autobahnen einstellen. Betroffen sind vorerst Abschnitte der Autobahnen 9 und 38. So gelte beispielsweise zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Halle ein Limit von 120 Kilometern pro Stunde und zwischen Lützen und Leipzig von 100 Kilometer pro Stunde, teilte die zuständige Behörde in Sachsen-Anhalt mit. Hintergrund sei, dass dort die geschädigten Betondecken bei den anhaltend hohen Temperaturen abrupt aufbrechen und sich anheben könnten und sogenannte Blow ups entstehen.

Kontrollfahrten der Autobahnmeistereien

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) meldet bislang auf Sachsens Autobahnen keine Hitzeschäden. Die Autobahnmeistereien seien aber aufgefordert, bei allen Dienstfahrten besonders wachsam gegenüber Veränderungen der Fahrbahn sein, so Nicole Wernicke vom Lasuv. Das gelte besonders für die Nachmittags- und Abendstunden.

Durch die hohen Temperaturen ist es möglich, das bei Betonstraßen Stellen abplatzen oder sich Fugendichtungen herauslösen. Bei Asphaltbeschichtung kann es bei großer Hitze zu Abschiebungen und Oberflächenverformungen kommen.

Was sind Blow ups? Auch Autobahnen können unter der Hitze leiden. Bei den hohen Temperaturen über einen langen Zeitraum dehnt sich die oberste Betonschicht einer Fahrbahnplatte stark aus. Ihre Unterseite dagegen ist nicht der Sonne ausgesetzt, bleibt kühler und dehnt sich deshalb weniger aus. Weil beide Schichten sich unterschiedlich ausdehnen, wölbt sich die gesamte Betonplatte immer weiter nach oben, bis die oberste Schicht reißt. Es entstehen sogenannte "Blow Ups", große Löcher und Risse in der Fahrbahn.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.06.2019 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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5 Kommentare

25.06.2019 20:09 Urlauber 5

Hmmm,unsere Plattenautobahnen im Osten hatten ausreichend Dehnungsfugen,was man beim Fahren auch hörte.

25.06.2019 18:03 Ludwig 4

Will man irgendeine Banalität im deutschen Sprachraum etablieren, weil der deutsche Begriff nicht geläufig ist, kommt ein Denglisch-Wort ins Spiel. Und das verblüffenderwweise zeitlich synchron in den ach so unabhängigen "deutschen" Medien für den deutschen Sprachraum. Aufhören damit, deutsch sprechen in Deutschland! Möchte mal das Land wissen, wo ähnliche Unsitten gepflegt werden.

25.06.2019 13:07 Martin 3

@Urlauber diese Problem gab es selbst in ihrer Jugend. Es ist ein bekanntes Problem in der Straßenverkehrstechnik.

25.06.2019 12:41 Erzer 2

@Urlauber: diesen Standardspruch „früher gabs das nicht“ sagen viele, was aber nicht wahr ist. Schon mal da dran gedacht, das früher auch deutlich weniger Tonnagen über unsere Autobahnen donnerten, es allg. weniger Autobahnen gab ?! Außerdem gab es früher auch keine Nachrichtenapps, Ticker und sonstige digitalen Medien, die von überall her weltweit alles mögliche verbreiten.

25.06.2019 12:18 Urlauber 1

Gab es zu Zeiten meiner Jugend nicht.

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