17.08.2019 | 07:10 Uhr Trendiger Schulanfang - Hüpfburgen lassen Kinderherzen fliegen

Alle Eltern fragen sich mindestens einmal im Leben: Wie wollen wir Schulanfang feiern? Ziemlich weit oben auf der Ideenliste steht seit einigen Jahren die eigene Hüpfburg im Garten. Wie und wo bekommt man die, wie und wo stellt man sie auf? Und was, wenn alle schon ausgeliehen sind?

Hüpfburg im Garten
Bildrechte: Nico Rößler

Es war im vergangenen Jahr im Winter. Nico Rößler aus Markkleeberg und ein Freund suchten nach einem Höhepunkt für die anstehende Schulanfangsparty und kamen beim Bier gut gelaunt schließlich auf die Idee, eine Hüpfburg zu mieten. Doch was sie auch unternahmen, im gesamten Raum Leipzig konnten sie keine einzige mehr auftreiben. Alle waren schon seit Monaten für das Schulanfangswochenende ausgebucht. Aus der Not machten sie eine Tugend und wurden kurzerhand selbst zu Hüpfburg-Vermietern. Zunächst kauften sie eine für besagten Schulanfang und schafften sich weitere vier an, die sie nun selbst verleihen. Die beste Entscheidung, die sie treffen konnten. Der Verleih boomt. Schon jetzt sind die aufblasbaren Burgen für Schulanfangspartys 2020 reserviert.

Der Bedarf nach Hüpfburgen ist so groß, dass es den Leuten schon egal ist, welche Farbe oder Form sie hat. Hauptsache sie bekommen eine.

Nico Rößler Hüpfburgenvermieter

Welche Größe soll es denn sein?

Hüpfburgen gibt es zu unterschiedlichen Preisen für unterschiedliche Einsatzwecke. Für den Schulanfang sollte eine Hüpfburg ausreichen, die sich eignet für Kinder, die bis zu 45 Kilogramm wiegen. Zwar müssen sich Mama und Papa beim Rumtollen dann zurückhalten, aber sie haben auch die Chance, die Hüpfburg aus eigener Kraft in den Garten zu bekommen. Solch eine eher kleine Hüpfburg wiegt unter 40 Kilo und passt in jeden mittelgroßen Pkw. Zwar bieten auch viele Verleiher größerer Burgen an, auf denen dann auch alle Tanten und Onkel mitspringen können. Diese wiegen dann aber auch um die 100 Kilo und mehr und müssen im Zweifel geliefert werden. Und das kostet zusätzlich Geld.

Wo steht die Hüpfburg?

Hüpfburg im Garten
Bildrechte: Nico Rößler

In jedem Fall muss die aufgeblasene Burg auf einer ebenen, nicht geneigten Fläche stehen. Egel ist dabei, ob der Untergrund aus Rasen, Pflastersteinen oder Schotter besteht. In der Regel wird unter der Springburg eine Schutzplane ausgebreitet, die der Vermieter stellt. Schon die kleineren Hüpfburgen haben eine Grundfläche von rund zwei mal zwei Metern. Zusätzlich zur Grundfläche muss noch Platz bleiben, um die Hüpfburg mit Erdankern zu sichern. Welchen Platzbedarf die Burg der Wahl braucht, weiß auch der Vermieter.
Vorteilhaft ist, wenn ein Stromanschluss für das Gebläse vorhanden ist. Falls nicht, können die Hüpfburgen auch mit einem Dieselaggregat betrieben werden.

Fair Play beim Hopsen

Am besten klären Eltern schon vor dem Warmhüpfen die Regeln mit den Kindern. Grundsätzlich sollte ein Ess- und Trinkverbot auf den luftigen Burgen herrschen. Ein Lutscher eitert schwer aus dem Rachen wieder heraus. Außerdem sollte immer ohne Schuhe getobt werden. Zum einen kann ein Kind, das mit Schuhen hüpft, leicht umknicken. Zum anderen kann es auch Mithopser schwer verletzen, wenn es im Eifer auf jemanden springt. Und nicht zuletzt kann ein Schuh auch mal den Fuß verlieren und dann als Geschoss durch die Burg fliegen.

Schwerter und Puppen haben in der Hüpfburg nichts zu suchen.

Nico Rößler Hüpfburgvermieter

Wichtig ist auch, mit den Kindern zu verabreden, dass möglichst nicht die 45-Kilo-Kinder mit den Einjährigen springen. Nico Rößler empfiehlt zudem, immer einen Erwachsen als Schiedsrichter an der Burg wachen zu lassen.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 17.08.2019 | 19:00 Uhr

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