23.06.2019 | 15:00 Uhr Jüdische Woche beginnt in Leipzig

Chanukka-Leuchter mit 5 brennenden Kerzen anlässlich des Chanukka-Festes der Jüdischen Gemeinde Thüringen in Erfurt.
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Am Sonntag hat in Leipzig die 13. Jüdische Woche begonnen. Bis zum 30. Juni stehen nach Angaben der Stadt mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Stadtführungen, Konzerte und Filmvorführungen.

Unter dem Motto "L'dor v'dor - Von Generation zu Generation" zeigt das Stadtgeschichtliche Museum eine Ausstellung über das Leben der Familie Chamizer zwischen Leipzig und Israel mit bisher unzugänglichen Kunstwerken und Fotografien. Das Ariowitschhaus, das in diesem Jahr sei 10-jähriges Bestehen feiert, stellt die Kunstwerke und die Familiengeschichte des ehemaligen Leipziger Bürgers und israelischen Künstlers Amos Yaskil aus. Mit einem besonderen Konzert soll die Jüdische Woche zu Ende gehen. Im Leipziger Hauptbahnhof ist dafür die Aufführung eines der größten jüdischen Werke für Chor und Orchester, Ernest Blochs "Avodath Hakodesh", geplant.

Die Jüdische Woche wird seit 1992 im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Stadt gemeinsam mit der Israelitischen Religionsgemeinde und der Ephraim Carlebach Stiftung veranstaltet. Sie beleuchtet das jüdische Leben in Leipzig in Vergangenheit und Gegenwart.

Die jüdische Kultur geht in Leipzig bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zu Beginn der Nazizeit umfasste die jüdische Gemeinde in Leipzig 13.000 Mitglieder, damals wurde das jüdische Leben in Leipzig nahezu ausgelöscht. Heute zählt die jüdische Gemeinde in Leipzig mehr als 1.300 Gläubige.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.06.2019 | ab 6:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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