Landgericht Leipzig Prozess gegen KSK-Soldaten: Angeklagter räumt Taten ein

Landgericht Leipzig
Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Am Landgericht Leipzig hat am Freitag der Prozess gegen einen Soldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) begonnen. Er soll unerlaubt Waffen und Sprengstoff auf seinem Grundstück in Nordsachsen aufbewahrt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft dem 45-Jährigen aus Collm deshalb Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vor.

Geständnis zum Prozessauftakt

Zum Prozessauftakt hat der Soldat die Taten eingeräumt. Er habe das Material aus Restbeständen der Bundeswehr gesammelt und bei der Ausbildung genutzt, weil es in der Truppe immer wieder zu Engpässen gekommen war, so der Angeklagte. Er sei jedoch nach einer eigenen Überprüfung davon ausgegangen, dass es sich um nicht einsatzfähiges Material handelte.

AK-74
Bei dem KSK-Soldaten aus Collm wude unter anderem ein Kalaschnikow-Sturmgewehr gefunden. (Symbolfoto) Bildrechte: IMAGO

Urteil für Ende März erwartet

Im Mai waren bei einer Razzia auf dem Grundstück des 45-Jährigen unter anderem zwei Kilogramm Sprengstoff, Tausende Stücke Gewehr- und Pistolenmunition und weitere Schusswaffen und Waffenteile gefunden worden. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Informationen des Militärgeheimdienstes MAD gewesen. Das konkrete Tatmotiv ist laut Generalstaatsanwaltschaft noch unklar. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Bundeswehrangehöriger gab es demnach bislang nicht. Ein Urteil wird für Ende März erwartet.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

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