Stadtrat Leipzig will "sicherer Hafen" für Flüchtlinge werden

Leipzig will bis zu 100 zusätzliche Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen. Der Stadtrats-Beschluss gilt für Menschen, die vor dem Ertrinken im Mittelmeer gerettet wurden. 40 andere deutschen Kommunen machen das bereits so.

Nach dem Vorbild anderer deutscher Großstädte will nun auch Leipzig zum "sicheren Hafen" für Flüchtlinge werden. Der Leipziger Stadtrat stimmte am Mittwoch mehrheitlich dafür, pro Jahr bis zu 100 Flüchtlinge aufzunehmen, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden. Diese möchte die Stadt zusätzlich zu denjenigen aufnehmen, die ohnehin durch die bundesweite Verteilung auf Leipzig entfallen. Der Antrag war von der Linksfraktion des Stadtrats gestellt worden. Beschlossen wurde am Ende eine von der Stadtverwaltung überarbeitete Version.

CDU wollte nur Flüchtlinge aus Venezuela aufnehmen

Darin heißt es, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) werde sowohl gegenüber dem Freistaat Sachsen als auch gegenüber dem Bundesinnenministerium die Bereitschaft der Stadt erklären, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen. Ein von der CDU-Fraktion eingereichter Änderungsantrag, lediglich Flüchtlinge aus Venezuela aufzunehmen, lehnte die Ratsversammlung mit großer Mehrheit ab.

In Deutschland haben sich mittlerweile mehr als 40 Städte und Gemeinden zu "sicheren Häfen" erklärt, darunter Köln, Bonn und Düsseldorf. Sie wenden sich gegen eine europäische Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen und erklären sich bereit, aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich zur bereits bestehenden, bundesweiten Verteilungsquote aufzunehmen.

Quelle: MDR/sth/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.03.2019 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 19:35 Uhr

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