06.04.2020 | 14:51 Uhr Leipzig investiert rund zwei Millionen Euro in Barrierefreiheit

Detailaufnahme eines Rollstuhls
Noch immer gibt es viele Gebäude in Leipzig, die nicht frei von Barrieren sind. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit 2014 fördert die Stadt Leipzig Bauprojekte, die für mehr Barrierefreiheit sorgen sollen. Nach Angaben der Stadt wurden im Rahmen des Programms "Lieblingsplätze für alle" bisher rund 1,6 Millionen Euro Fördergelder ausgezahlt. Damit wurden 94 Umbauten und Umrüstungen finanziert. In diesem Jahr will Leipzig weitere 380.000 Euro investieren. Das Geld soll 22 Bauprojekten zugute kommen.

Fördergelder "Lieblingsplätze für alle" Die Gelder kommen vom Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Programm des Freistaates soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Vor allem Gemeinden und Vereine profitieren

Die Förderungen gingen den Angaben zufolge bisher vor allem an Kirchen und kirchliche Einrichtungen. Aber auch Vereine konnten sich jeweils bis zu 25.000 Euro sichern: Dabei wurden Anlaufpunkte für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sowie für Familien mit Kleinkindern berücksichtigt. Seit dem vergangenen Jahr würden verstärkt Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit in ambulanten Arzt- und Zahnarztpraxen gefördert.

Gremium entscheidet über Förderung

Welche Projekte auf das Geld aus dem Fördertopf zugreifen können, entscheidet ein Expertengremium. Nach Angaben der Stadt werde beispielsweise von ihm bewertet, wie viele Nutzer vom geplanten Umbau profitieren könnten oder wie zuverlässig die Antragsteller seien. So wurden in den vergangenen Jahren der Audio-Guide im Bacharchiv, barrierefreie Toiletten im UT Connewitz und Bedieneinheiten an Aufzügen in der Oper Leipzig gefördert.

Quelle: MDR/kp

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