Solidartätsaktion Pödelwitz
Bildrechte: Klimacamp Leipziger Land

Bündnis "Pödelwitz bleibt" Solidaritätsaktion in Pödelwitz für Hambacher Forst

Die Proteste im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen schlagen Wellen bis nach Sachsen. Auch das Bündnis "Pödelwitz bleibt" solidarisiert sich mit den Naturschützern.

Solidartätsaktion Pödelwitz
Bildrechte: Klimacamp Leipziger Land

Am Sonnabend enthüllten rund 60 Aktivisten vom Bündnis "Pödelwitz bleibt" ein Baumhaus. Damit will man sich "mit den Menschen, die sich für den Erhalt des Hambacher Forsts einsetzen, solidarisch zu zeigen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Hambacher Forst, gelegen zwischen Aachen und Köln, räumt die Polizei seit vergangener Woche ein Waldstück, das gerodet werden soll. 150 Menschen hatten sich dort aus Protest in Baumhäusern verschanzt. Der Polizeieinsatz wird mit fehlendem Brandschutz in den Baumhäusern begründet. Doch Kritiker werfen der Landesregierung vor, sich von wirtschaftlichen Interessen leiten zu lassen. An den sogenannten "Bürgewald" grenzt das Braunkohleabbaugebiet des Energiekonzerns RWE.

Protest wächst

Jens Hausner, Dorfbewohner und Sprecher der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz sagte: "Wir hier in Pödelwitz wissen genau, wie es sich anfühlt, wenn ein Konzern Menschen die Lebensgrundlagen unter den Füßen wegziehen will. Umsiedlungen für Kohleabbau in Zeiten des globalen menschengemachten Klimawandels und während die Kohlekommission in Berlin tagt ist nicht hinnehmbar."

Wir zeigen uns solidarisch mit all jenen, die entschlossen dagegen protestieren, dass ein Konzern den Menschen die Lebensgrundlage unter den Füßen wegziehen will.

Jens Hausner Sprecher der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz

Im Mitteldeutschen Revier regt sich Protest gegen den Tagebau Vereinigtes Schleenhain und die drohende Abbagerung des 700 Jahre alten Dorfes Pödelwitz. Das Dorf im Süden Leipzigs soll nach den Plänen des Braunkohlekonzerns Mibrag der Kohle weichen. Im August kamen über 1.000 Menschen zum "Klimacamp Leipziger Land" nach Pödelwitz, um dagegen zu protestieren.

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.09.2018 | ab 11:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 17. September 2018, 11:10 Uhr

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2 Kommentare

17.09.2018 09:42 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 2

"Protest wächst"

Ja, aber zu langsam, in zu geringem Ausmaß und auf zu wenigen gesellschaftlichen Gebieten. Ich wünsche den Hambachern und allen Widerstandleistenden allen Erfolg!

17.09.2018 09:25 Na so was 1

Auf der einen Seite wird das Radfahren als "Nahverkehrsmittel gefordert und gefördert , auch um weniger Autos in Städten, Ballungsgebieten usw. zu haben. Auf der anderen Seite wollen die "gleichen Oberen" Waldgebiete, also Erholungsgebiete, von der Landkarte verschwinden lassen, nur um des Profites einer Wenigen willen. Nur keine klaren Entscheidungen treffen, hoffentlich fällt denen das einmal ganz unerwartet und schnell auf die Finger.

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