11.02.2020 | 13:05 Uhr Luft in Leipzig laut Studie wieder besser

In Leipzig hat sich die Schadstoffbelastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) im vergangenen Jahr verringert. Das geht aus der aktuellen Studie zur Luftqualität des Umweltbundesamts hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach registrierten die vier Leipziger Messstationen im Durchschnitt rund 34 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft. 2018 waren es noch 42 Mikrogramm.

Leipzig hält an Masterplan fest

Die Stadt Leipzig wurde im vergangenen Jahr nach wiederholtem Überschreiten des Grenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter erstmals in eine Beobachtungs-Liste des Umweltbundesamtes aufgenommen. Mit einem Luftreinhalteplan versucht die Verwaltung die Emissionen, vor allem im Verkehr, zu begrenzen. Dabei sollen der Öffentliche Nahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr gestärkt werden. Außerdem will die Stadt den Einsatz von emissionsarmen Baumaschinen und E-Autos vorantreiben.

In Deutschland wird Luft insgesamt besser

Laut Umweltbundesamt hat sich die Luftqualität im vergangenen Jahr in ganz Deutschland verbessert. Der Grenzwert für Stickoxide sei im Jahresschnitt an rund 20 Prozent der Messstationen überschritten worden. 2018 seien das noch 42 Prozent gewesen. Bei Feinstaub habe es erstmals keine Überschreitungen gegeben. Bundesumweltministerin Schulze sprach von erfreulichen Ergebnissen und sehr guten Fortschritten. Allerdings seien die Stickoxid-Werte noch in 19 Städten zu hoch, unter anderem in Berlin, München und Hamburg. Außerdem seien bislang noch nicht alle Daten ausgewertet. "Die Zahl könnte noch auf 25 bis 30 Städte steigen", so der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner.

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.02.2020 | 13:00 Uhr in den Nachrichten

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