08.10.2019 | 16:30 Uhr Leipziger Wasserwerke verklagen Ex-Chef auf 23 Millionen Euro Schadenersatz

Ex-Wasserwerke-Chef Manager Heininger vor Gericht
Ex-Wasserwerke-Chef Manager Klaus Heininger soll 23 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Bildrechte: dpa

Die Leipziger Wasserwerke haben ihren ehemaligen Chef Klaus Heininger auf 23 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Die Zivilklage wurde am Landgericht Hannover eingereicht, dem derzeitigen Wohnsitz Heiningers, bestätigte Unternehmenssprecher Frank Viereckl MDR SACHSEN. Ein vorausgegangenes Mahnverfahren gegen Heininger habe kein ausreichendes Ergebnis erbracht, hieß es.

Klaus Heininger war von 1997 bis 2010 Finanz-Chef der Kommunalen Wasserwerke Leipzig. In dieser Zeit hatte er für einen der größten Finanz- und Bestechungsskandale Deutschlands gesorgt. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Leipzig einen langen Rechtsstreit gegen die Schweizer Großbank UBS gewonnen. Die UBS hatte von der Stadt eine Haftung über rund 350 Millionen Euro für entgangene Finanzgeschäfte verlangt, die Heininger abgeschlossen hatte. Zusammen mit Zinsen und Prozesskosten standen für Leipzig rund eine halbe Milliarde Euro auf dem Spiel.

Die nun geforderte Summe von reichlich 23 Millionen Euro ergebe sich aus kriminellen Handlungen Heiningers, die bislang bei den Wasserwerken hängen geblieben seien, so Unternehmenssprecher Frank Viereckl. Derzeit gehe man jedoch davon aus, dass Heininger finanziell nicht in der Lage sei, substanziell zur Schadenswiedergutmachung beizutragen. Die Klage sei eingereicht worden, um Fristen zu wahren.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.10.2019 | seit 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2019, 16:35 Uhr

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