26.11.2019 | 11:08 Uhr Mann in Leipzig durch Messerstiche schwer verletzt

Das Straßenschild der Leipziger Eisenbahnstraße.
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In einer Pizzeria in Leipzig ist ein Mann mit einem Messer attackiert und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war am Montagabend ein Streit zwischen zwei aus dem Irak stammenden Männern ausgebrochen. In dessen Verlauf zog ein 34-Jähriger ein Messer und stach mehrfach auf seinen sechs Jahre älteren Landsmann ein. Das Opfer musste wegen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Der Angreifer wurde noch in der Nähe des Tatorts an der Leipziger Eisenbahnstraße gefasst. Gegen ihn wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Wie wirksam ist das Waffenverbot?

In der Eisenbahnstraße östlich des Leipziger Stadtzentrums ist ein Kriminalitätsschwerpunkt, wo es häufiger auch zu Tätlichkeiten kommt. Vor rund einem Jahr wurde sie deshalb zur Waffenverbotszone erklärt. Das bedeutet, in diesem Bereich dürfen keine Messer, Hammer, Äxte, Schlagstöcke, Reizgas oder Schreckschusspistolen mitgeführt werden. Die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren und bei Verstößen bis zu 10.000 Euro Bußgeld verhängen. Diese Maßnahme hatte sowohl Lob als auch Kritik und Zweifel an der Wirksamkeit hervorgerufen. Zuletzt hatten rund 250 Teilnehmer einer Demonstration die Abschaffung der Waffenverbotszone gefordert.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 26.11.2019 | 06:30 Uhr im Polizeireport aus dem Studio Leipzig

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