21.01.2020 | 16:30 Uhr Medizinstudenten in Leipzig proben für den Ernstfall

Notfalltraining Uni Leipzig 2020
Während des Notfalltrainings erproben Medizinstudierende der Universität Leipzig den Ernstfall. Die Schulung wird zum 15. Mal angeboten und wird von den Johannitern, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Feuerwehr organisiert. Schauplatz des Geschehens ist das Gelände des Werk 2 in Leipzig Connewitz. Bildrechte: Roland Kühnke

Für rund 300 Medizinstudierende der Universität Leipzig hat am Dienstag ein dreitägiges Notfalltraining begonnen. Geübt wird der Einsatz in Gefahrensituation. Das Notfalltraining sei nötig, weil das Studium sehr theoriebelastet sei, sagte Mitorganisator Gunther Hempel von der Uni Leipzig. Die Studierenden sollen bei dem Notfalltraining Praxiserfahrungen sammeln. Sie absolvieren dabei insgesamt neun Stationen.

Schwierige Notfälle erproben

Die Studierenden sollen es während des Trainings auch mit schwierigen Notfällen zu tun bekommen. Und das alles unter Zeitdruck und Stress. "Beispielsweise müssen sie Verletzte auf dem zwölf Meter hohen Hallendach des Werks 2 über die Drehleiter der Feuerwehr versorgen, mit der Strickleiter zu Verletzten in einen Schacht gelangen oder die Erstversorgung und Rettung einer in einem Pkw eingeklemmten Person bewerkstelligen", so Scheuermann vom Arbeiter-Samariter-Bund.

Zusammenarbeit erleben

Seit 15 Jahren organisiert der ASB-Landesverband das Training gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Uni Leipzig. Und das Angebot ist einzigartig in Sachsen. Deutschlandweit gibt es nur in Bayern einen vergleichbaren Kurs. "Das Einzigartige ist die Vermischung von Theorie und Praxis in Zusammenarbeit mit den Einsatzkräfte", erklärt Martin Neef, Oberarzt am Universitätsklinikum Leipzig. Die Studierenden sollen beim Training nicht zu Notärzten ausgebildet werden, sondern sollen erleben, wie die Zusammenarbeit in einer Notfallsituation funktioniert.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.01.2020 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2020, 16:30 Uhr

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