02.02.2020 | 16:30 Uhr | Update Oberbürgermeisterwahl in Leipzig: Wer übernimmt im Rathaus?

Die Leipzigerinnen und Leipziger sind noch bis 18 Uhr aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Rund 470.000 Wahlberechtigte können entscheiden, wer die nächsten sieben Jahre die Amtsgeschäfte im Neuen Rathaus leiten soll. Bis 16 Uhr haben bereits 41,3 Prozent von ihnen vom ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das sind schon jetzt mehr Wähler als bei der letzten Oberbürgermeisterwahl vor sieben Jahren.

Acht Kandidierende im Rennen

Neben Amtsinhaber Burkhard Jung treten sieben Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl an. Vor allem die CDU rechnet sich mit Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow Chancen aus, um die 30 Jahre währende SPD-Dominanz in Leipzig zu brechen.

14 Jahre Jung und die wachsende Stadt

SPD-Politiker Jung ist seit 14 Jahren Oberbürgermeister von Leipzig. Während seiner Amtszeit hat sich die Stadt an der Elster zu einer der bliebtesten Städte Deutschlands entwickelt. Knapp 600.000 Menschen wohnen jetzt in der Stadt. Mit dem starken Zuzug und der wachsenden Bekanntheit kamen aber auch die Probleme. Steigende Mieten und die Entwicklung einst vernachlässigter Quartiere sorgten für Verdrängung und führten zu sozialem Ungleichgewicht. Der Raum für Kreative, die für den Aufschwung gesorgt hatten, wurde kleiner. Zudem muss im Zuge des Wachstums eine Lösung für den Verkehr in der Stadt gefunden werden.

Wahlkampfthemen: Wohnen, Mobilität, Klima und Sicherheit

Während des Wahlkampfes prägten die Themen Wohnen, Mobilität, Klima und Sicherheit die Debatte. Auf dem MDR-Wahlforum diskutierten die Kandidierenden über Zukunftsfragen der wachsenden Stadt.

Vor allem im Bereich der Stadtentwicklung unterscheiden sich die Ansichten der Kandidierenden. Während Linken-Kandidatin Franziska Riekewald einen Mietendeckel fordert, um Wohnen bezahlbar zu halten, will Katharina Krefft (Die Grünen) genossenschaftliches Bauen fördern.

Jungs Wahlkampfbotschaft bezüglich der Wohnfrage lautet: "Wir wollen 10.000 Sozialwohnungen schaffen." Dafür sollen Wohnungen im LWB-Bestand saniert und zu Sozialwohnungen umgewidmet werden. Auch Sebastian Gemkow (CDU) spricht sich für sozialen Wohnungsbau aus. Christoph Neumann (AfD) hingegen will vermehrt auf Mietkäufe nach osteuropäischen Vorbild setzen.

Zweiter Wahlgang ist möglich

Bis 18 Uhr sind die 349 Wahllokale zur Stimmabgabe geöffnet. Viele Leipziger stimmten nach Angaben der Stadt bereits per Briefwahl ab. Am Tag vor dem Wahltag haben demnach bereits 56.010 Menschen gewählt. 2013 waren zum gleichen Zeitpunkt nur 21.579 Stimmen postalisch eingegangen. 3.800 Wahlhelferinnen und -helfer unterstützen laut Stadt am Sonntag das Wahlamt bei der Stimmabgabe und der Auszählung der Stimmen.

Sollte am Wahlsonntag kein Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen bekommen, sind die Wählerinnen und Wähler am 1. März erneut dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Im zweiten Wahl genügt dann die höchste Stimmenzahl.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.02.2020 | ab 05:00 Uhr im Programm
MDR SACHSENSPIEGEL | 02.02.2020 | 19:00 Uhr

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