09.07.2020 | 18:49 Uhr Stadtverwaltung Leipzig geht gegen Plakataktion vor

Das Neue Rathaus der Stadt Leipzig, 2014
Bildrechte: dpa

Die Stadtverwaltung Leipzig hat wegen mehrerer illegal an Haltestellen aufgehängter Plakate Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden die Plakate in der Nacht zu Donnerstag an einigen Haltestellen im Stadtgebiet aufgehängt. Auf den Plakaten sei missbräuchlich das Wappen der Stadt verwendet worden. Zudem seien mögliche Verstöße gegen das Urheber- und das Persönlichkeitsrecht zu prüfen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg.

Kritik an städtischer Klimapolitik

Wie Bilder in sozialen Netzwerken zeigen, ist auf ihnen neben dem Stadtwappen und der für städtische Werbung charakteristischen gelben Farbe auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung abgebildet. Auf den Plakaten sind Schriftzüge wie "Klimaschutz ist Antifa" oder "Für einen konsequent feministischen Klimaschutz" zu lesen. Andere Plakate kritisieren die Klimapolitik der Stadt.

Urheber der Aktion unbekannt

Wer hinter der Aktion steckt, sei bislang ebenso wenig bekannt wie die genaue Anzahl der Plakate, sagte Hasberg. Laut "Leipziger Volkszeitung" waren insgesamt 20 Plakate aufgehängt worden, zum Teil auch am Zoo, am Neuen Rathaus und an der Thomaskirche. Hasberg erklärte, die Wartehäuschen seien städtisches Eigentum, für die Plakatierung sei aber ein privater Dienstleister zuständig. Dieser sei bereits dabei, die Plakate zu entfernen.

Quelle: MDR/epd/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.07.2020 | 13:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Mehr aus Leipzig, dem Leipziger Land und Halle

Justizia arbeitet immer langsamer. Zu wenig Richter. Zu wenig Staatsanwälte. Wegen Personalmangels steigt die Verfahrensdauer seit Jahren an. In Ostdeutschland ist sie besonders hoch.
Justizia arbeitet immer langsamer. Zu wenig Richter. Zu wenig Staatsanwälte. Wegen Personalmangels steigt die Verfahrensdauer seit Jahren an. In Ostdeutschland ist sie besonders hoch. Bildrechte: MDR/Enrico Chodor

Mehr aus Sachsen