Ein Schaufelradbagger SRs 2000 der MIBRAG steht bei frostigen Temperaturen im Tagebau Vereinigtes Schleenhain bei Pödelwitz (Sachsen) vor den Kühltürmen des Kraftwerks Lippendorf.
Bildrechte: dpa

06.06.2019 | 05:44 Uhr Dorf erhalten: Einwohner von Pödelwitz protestieren gegen Kohleabbau

Ein Schaufelradbagger SRs 2000 der MIBRAG steht bei frostigen Temperaturen im Tagebau Vereinigtes Schleenhain bei Pödelwitz (Sachsen) vor den Kühltürmen des Kraftwerks Lippendorf.
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In Berlin protestieren am Donnerstag Einwohner von Pödelwitz bei Groitzsch. Sie wollen gemeinsam mit anderen vom Kohleabbau betroffenen Orten für den Erhalt ihrer Kommunen kämpfen. Die Situation habe sich aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs in Deutschland und des internationalen Klima-Abkommens von Paris zugunsten der bedrohten Dörfer verändert, sagte Jens Hausner von der Bürgerinitiative "Pro Pödelwitz".

"Bei uns in Pödelwitz ist die Situation so, dass der Tagebau 'Vereinigtes Schleenhain' eine genehmigte Laufzeit bis 2040 hat. Dabei ist Pödelwitz nicht mit zur Abbaggerung vorgesehen", so Hausner. Trozdem strebe die Mibrag nun ein Genehmigungsverfahren an, um den Tagebau noch zu erweitern. Wenn man aber den Abbau weiter betreibe, als würde es keinen Kohleausstieg geben, widerspreche das jeder Logik, kritisiert das Mitglied der Bürgerinitiative.

Die bundesweite Initiative "Alle Dörfer bleiben" fordert unter anderem, dass im Bundesberggesetz festgelegt wird, dass keine weiteren Genehmigungen zum Braunkohleabbau in Deutschland erteilt werden.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.06.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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4 Kommentare

06.06.2019 12:26 Jimmy 4

@Uwe, stimmt genau. Ebenso wohnen nur noch um die 6 Familien in dem ziemlich verlassenen Dorf - wenn überhaupt. Leider wurden meine Fragen über die Teilnehmerzahl in Berlin nicht freigegeben ...

06.06.2019 11:28 Uwe 3

Das die Mimbrag eine Umfrage bei den Anwohnern von Pödelwitz gemacht hatte bei welcher sich die absolute Mehrheit für die Überbaggerung entschieden hatte wird gerne von den Gutmenschen vergessen.

06.06.2019 11:07 Bernd 2

da das Ende der Braunkohle kommen wird sollte man keine Orte mehr wegbaggern. Das ist fuer wenige Jahre aber die Orte waeren da weg.

06.06.2019 10:41 Horst 1

Diese Mitbürger, die sich für ihre Heimat einsetzen (und gegen Konzerninteressen), haben meine Unterstützung. Leider agiert die Politik im Interesse der Konzerne und nicht der Bürger.

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