Ein rotes Herz ziert das Ortsschild von Pödelwitz.
Richtungsweisende Signale aus den Sondierungsgesprächen von CDU, Grünen und SPD: Pödelwitz könnte eine Zukunft haben und nicht der Braunkohle geopfert werden. Bildrechte: dpa

04.10.2019 | 17:45 Uhr | Update Sondierung in Dresden: Pödelwitz hofft auf Zukunft

Eine Formulierung im Sondierungspapier von CDU, Grünen und SPD schürt Hoffnung in Pödelwitz: Demnach soll das von der Abbaggerung bedrohte Dorf bestehen bleiben. Das Bergbauunternehmen Mibrag hat andere Pläne.

Ein rotes Herz ziert das Ortsschild von Pödelwitz.
Richtungsweisende Signale aus den Sondierungsgesprächen von CDU, Grünen und SPD: Pödelwitz könnte eine Zukunft haben und nicht der Braunkohle geopfert werden. Bildrechte: dpa

"Die Parteien möchten den Ort Pödelwitz erhalten und die Inanspruchnahme der Ortslage vermeiden." Dieses Ziel haben sich CDU, Grüne und SPD im Rahmen ihrer Sondierungsgespräche gesetzt.

Hoffnungsschimmer für verbliebene Pödelwitzer

Die Bürgerinitiative "Pro Pödelwitz" begrüßt die Pläne. "Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung und ich weiß, dass die nächsten Schritte folgen werden und dass Pödelwitz erhalten bleibt", sagte Sprecher Jens Hausner MDR SACHSEN. Er geht davon aus, dass das Dorf wiederbelebt werden kann. Seit mehreren Jahren kämpft die Initiative gegen die geplante Abbaggerung des Ortes. Das 700 Jahre alte Dorf soll 2026 dem Tagebau "Vereinigtes Schleenhain" weichen. Rund 100 Bewohner wurden bereits umgesiedelt. 27 Verbliebene weigern sich.

Mibrag baggert weiter

Der Bergbaubetreiber Mibrag hält an der Abbaggerung fest. Ein Verzicht auf Pödelwitz würde einen Einschnitt in die Unternehmensplanung bedeuten und die langfristige Belieferung des Kraftwerks Lippendorf in Frage stellen, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Die Umsiedlung habe 2012 begonnen und sei weit fortgeschritten. In den Sondierungspapieren hatten die potenziellen schwarz-grün-roten Koalitionäre angekündigt, Gespräche mit der Mibrag führen zu wollen. Diese werde man abwarten, hieß es seitens des Unternehmens.

Quelle: MDR/lam/jr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 04.10.2019 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.10.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2019, 17:45 Uhr

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