28.10.2019 | 16:10 Uhr Connewitz: Linken-Politikerin Nagel verurteilt Angriff auf Polizeibeamte

Am Wochenende brannten in Connewitz Mülltonnen und Baustellen-Absperrungen. Bei einem Einsatz wurden Polizisten angegriffen und teilweise verletzt. Linken-Politikerin Juliane Nagel verurteilt die Angriffe.

Ausschreitungen Connewitz
Bildrechte: Silvio Bürger

Die Linken-Politikerin Juliane Nagel sieht die Krawalle im linken Stadtteil Connewitz kritisch. "Was ich überhaupt nicht vertreten kann und womit ich mich überhaupt nicht identifiziere, ist der Angriff auf Polizeibeamte", so Nagel. Augenzeugen hätten ihr außerdem berichtet, dass Feuerwehrleute entgegen anderslautender Berichte nicht zum Ziel der Attacken geworden sind.

Nagel kritisiert undemokratisches Verhalten

Linke-Abgeordnete Juliane Nagel aus Leipzig
Bildrechte: Linke-Fraktion im Sächsischen Landtag

"Ich wünschte mir, dass kleine Gruppen nicht für sich denken, dass sie das Richtige für den Stadtteil exekutieren. Denn im Endeffekt finde ich das Gebaren vom Wochenende undemokratisch." Mehrfach wurden in der Nacht zum Samstag und Sonntag Mülltonnen und Baustellenabsperrungen von Unbekannten in Brand gesetzt. Bei einem Einsatz sollen Polizeibeamte und Feuerwehrleute mit Steinen, Böllern und Flaschen beworfen worden sein. In einem mutmaßlichen Bekennerschreiben, welches auf der Internetplattform Indymedia veröffentlicht wurde, heißt es unter anderem, dass die Linksautonomen nicht nur gegen die Polizei, sondern auch gegen "Repression und Verdrängung" demonstriert hätten.

"Ich persönlich finde die Art und Weise der Proteste fragwürdig", so Nagel. "Vor allem vor dem Hintergrund, dass es mehrere Möglichkeiten gab, sich in den angekündigten Umbau der Bornaischen Straße einzubringen und mitzudiskutieren." Ihrer Meinung nach müssten mehr Menschen zusammenkommen um zu diskutieren und einen gemeinsamen Protest gegen die Aufwertung in Connewitz zu organisieren.

Quelle: MDR/cg

Anmerkung der Redaktion: Juliane Nagel distanziert sich von Angriffen auf Polizeibeamte. Das stellte sie auf Nachfrage von MDR SACHSEN deutlich klar. In einem Zitat sagte sie wortwörtlich: "Was ich überhaupt nicht vertreten kann und womit ich mich überhaupt nicht identifiziere, ist der Angriff von Polizeibeamten." Da es sich um eine sprachliche Ungenauigkeit handelte, haben wir das Zitat in Absprache mit Juliane Nagel geändert. Es heißt nun: "Angriffe auf Polizeibeamte".

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.10.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2019, 16:10 Uhr

3 Kommentare

MDR-Team vor 22 Wochen

Lieber Nutzer,

Juliane Nagel distanziert sich von Angriffen auf Polizeibeamte. Das stellte sie auf Nachfrage von MDR SACHSEN deutlich klar. In einem Zitat sagte sie wortwörtlich: "Was ich überhaupt nicht vertreten kann und womit ich mich überhaupt nicht identifiziere, ist der Angriff von Polizeibeamten." Da es sich um eine sprachliche Ungenauigkeit handelte, haben wir das Zitat in Absprache mit Juliane Nagel geändert. Es heißt nun: "Angriffe auf Polizeibeamte".

Beste Grüße

Die MDR.de-Redaktion

Freiheit vor 22 Wochen

>"Was ich überhaupt nicht vertreten kann und womit ich mich überhaupt nicht identifiziere, ist der Angriff von Polizeibeamten"<

Hat sie das absichtlich zweideutig gesagt?
"...der Angriff AUF Polizeibeamte" wäre eindeutig!

Freiheit vor 22 Wochen

Die Nagel, die, die immer Vornweg marschiert!? Ich hau mich weg. Wer nimmt das ernst?

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