Im Einsatz verloren Verschwundene Maschinenpistole der Polizei Leipzig: Ermittlungen eingestellt

Polizei verliert Maschinenpistole
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Vier Jahre nach dem Verschwinden einer Maschinenpistole bei einem Polizeieinsatz in Leipzig haben die Behörden die Suche nach der Waffe und die Ermittlungen eingestellt. Ein Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft sagte, es gebe keine Hinweise auf eine Straftat. Wo sich die Waffe befinde, sei unklar. Sollten Hinweise auftauchen, würden die Ermittlungen aber wieder aufgenommen.

Die Maschinenpistole vom Typ Heckler & Koch MP5 war im August 2016 während eines Einsatzes an einer Tankstelle in Leipzig-Grünau vergessen worden. Die Polizei hatte damals mit Plakaten nach Zeugen gesucht und eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Doch die Waffe blieb verschwunden. Lediglich das Magazin wurde gefunden und abgegeben.

Hinweise führten ins Leere

Es habe vor einiger Zeit Hinweise gegeben, dass ein Kind und ein Jugendlicher aus Leipzig sowie dem Umland die Waffe hätten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies habe sich aber nicht bestätigt und das Verfahren wurde eingestellt. Gegen den Polizisten, dessen Maschinenpistole verschwunden war, wurde nach dem Vorfall ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Wie das Verfahren ausging, teilte die Polizei nicht mit.

Hunderte Patronen seit 2010 verschwunden

Die Maschinenpistole ist nicht das Einzige, was bei der sächsischen Polizei verschwunden ist. Rund 300 Patronen gingen von 2010 bis 2018 verloren, dazu eine Leuchtpatrone, die Maschinenpistole und zwei weitere Pistolen. Die Zahlen stammen vom sächsischen Innenministerium und zeigen lediglich die bekannten Verluste. Die zwei Pistolen und die dazugehörige Munition wurden bei Einbrüchen entwendet. Wie die andere Munition verschwand, ist unklar.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.08.2020 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

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