Nachtbild: Demo am Connewitzer Kreuz, Transparent "Die Rechten zu Boden"
Bildrechte: Tim Wagner

Linksextremistische Ausschreitungen Polizei Leipzig startet neuen Fahndungsaufruf nach Krawallen 2015

Demonstrationen in Leipzig sind nichts Außergewöhnliches und manchmal enden sie in schweren Krawallen. Vor vier Jahren gab es in Connewitz eine der heftigsten Ausschreitungen von Autonomen. Nach zwei weiteren Tatverdächtigen fahndet nun die Leipziger Polizei.

Nachtbild: Demo am Connewitzer Kreuz, Transparent "Die Rechten zu Boden"
Bildrechte: Tim Wagner

Seit mehr als drei Jahren sucht die Kriminalpolizei Leipzig intensiv nach Tätern von den Ausschreitungen Autonomer am 12. Dezember 2015. Nun ist die Behörde auf der Suche nach der Identität zweier unbekannter Personen, die sich an den Ausschreitungen beteiligt haben sollen. Ihnen werden Landfriedensbruch im besonders schweren Fall und andere Gewaltstraftaten vorgeworfen. Zu den beiden unbekannten Personen hatte die Kriminalpolizei bereits in der Vergangenheit ermittelt, allerdings ohne Erfolg. Nun bittet die Polizei um Mithilfe, indem sie Fotos der beiden Tatverdächtigen veröffentlicht hat.

Große Zerstörung in Connewitz

Bereits im Sommer 2017 hatte die Polizei Leipzig nach sieben Personen öffentlich gefahndet, die an den schweren Ausschreitungen 2015 teilgenommen haben sollen. Zwei konnten damals identifiziert werden, nach den anderen fünf wird immer noch gesucht.

Die Ausschreitung linker Autonomer am 12. Dezember 2015 im Leipziger Stadtteil Connewitz war eine der heftigsten der vergangenen Jahre. An diesem Tag fand in der Leipziger Südvorstadt ein Aufzug der rechten Szene statt. Bereits im Vorfeld wurde aus dem linken Spektrum zum Protest und auch zu gewaltsamen Aktionen gegen die rechte Versammlung aufgerufen. Im Laufe des Tagwa eskalierte die Lage. So wurden Barrikaden aus Mülltonnen, Baustellensicherungen und dem Mobiliar von Freisitzen errichtet und vereinzelt in Brand gesetzt. 69 Polizeibeamte wurden bei den Krawallen verletzt. An zahlreichen Gebäuden, insbesondere Banken und Ladengeschäften, wurden die Scheiben mit Steinen eingeworfen. Auch Haltestellen der Leipziger Verkehrsbetriebe wurden zerstört.

Quelle: MDR/bb

Die Ereignisse am 12. Dezember 2015

Bilder vom Demonstrationstag in Leipzig

Nachtbild: Demo am Connewitzer Kreuz, Transparent "Die Rechten zu Boden"
Den Auftakt des Demonstrationsgeschehens in Leipzig gab es bereits in der Nacht zum Samstag. Bildrechte: Tim Wagner
Nachtbild: Demo am Connewitzer Kreuz, Transparent "Die Rechten zu Boden"
Den Auftakt des Demonstrationsgeschehens in Leipzig gab es bereits in der Nacht zum Samstag. Bildrechte: Tim Wagner
Mehrere Menschen bilden eine Sitzblockade auf einer Straße, im Hintergrund stehen Polizisten
Linke Gegendemonstranten wollten den Zug der Rechten unter anderem mit einer Sitzblockade aufhalten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Qualm , Polizei, Demonstranten auf der Karl-Liebknecht-Strasse
An anderen Stellen zündeten gewaltbereite Linksextremisten auf den Straßen errichtete Barrikaden an. Bildrechte: Alex Greiner
Nachtbild: Demo am Connewitzer Kreuz, Transparent "Die Rechten zu Boden"
Linke Demonstranten protestierten am Connewitzer Kreuz gegen den geplanten rechten Aufmarsch. Bildrechte: Tim Wagner
Demosntrationen in leipzig
Am Samstagmorgen begann die Polizei, ihre Sicherheitskräfte zusammenzuziehen. Bildrechte: Thomas Datt
Demonstrationen Leipzig 12.12.15 / Polizisten in Einsatzmontur
Die meisten Polizisten waren am S-Bahnhof Leipzig-MDR eingesetzt, dem Startort der Rechten-Demo. Bildrechte: Alex Greiner
Demosntrationen in leipzig - viele Polizeiautos
Die Leipziger Polizei hatte zusätzliche Hilfe angefordert. Bildrechte: David Kopp
Demosntrationen in leipzig
Auch Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern sicherten die Demonstrationen ab. Bildrechte: David Kopp
Demosntrationen in leipzig - viele Polizeiautos
An neuralgischen Punkten wurden besonders viele Polizisten stationiert. Bildrechte: David Kopp
Berittene Polizei und Polizeifahrzeuge an der Mediacity
Auch eine Reiterstaffel war im Einsatz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Demonstrationen Leipzig 12.12.15
Einige Straßenzüge wurden abgeriegelt, um ein direktes Aufeinandertreffen linker und rechter Demonstranten zu verhindern. Bildrechte: Alex Greiner
Haus mit Transparent "keine Brücken mit rechten (Voll)Pfosten"
Auch die Bewohner der Leipziger Südvorstadt lehnen eine rechte Demo in ihrem Stadtviertel ab. Bildrechte: Alex Greiner
Haus mit Transparenten gegen Nazis
An vielen Häusern hingen Transparente mit Parolen gegen die Rechtsextremisten. Bildrechte: Alex Greiner
Demonstrationen Leipzig 12.12.15 - Plakat "kein Bock auf Nazis"
In dem eher linksorientierten Stadtviertel Leipzigs sind Rechtsextreme und Neonazis besonders unbeliebt. Bildrechte: MDR / Anja Neubert
Demonstrationen in leipzig am 12.12.15/ Absperrungen und Demonstranten auf der Arthur-Hoffmann-Strasse
Die Polizei berichtete von Angriffen mutmaßlich linksextremistischer Demonstranten auf die Einsatzkräfte. Bildrechte: Roland Kühnke
Demonstrationen in leipzig am 12.12.15/ rechte Demonstranten
Zu der Rechten-Demo kam laut Initiative "Durchgezählt" 130 bis 150 Menschen - deutlich weniger, als von den Veranstaltern angemeldet. Bildrechte: Alex Greiner
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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.01.2019 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 18:15 Uhr

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22 Kommentare

19.01.2019 16:56 der_Silvio 22

@21 Hippi(langstrumpf);
Das ihnen die Beispiele nicht passen, wundert mich nicht - even Hippi Langstrumpf - macht sich die Welt wie sie ihm gefällt.
"Besonders ihr Konservativen beklagt doch ständig mangelnde Meinungsfreiheit in Bezug auf "kritische" Aussagen."
"Ja dann werden wir auf die Strasse gehn' und über den Gesetzen stehn'"
"1. Mai, alles brennt / auch schön wie dieser Wichser rennt / dieser kleine miese Bulle / zu ihm fliegt gleich die erste Pulle"
(Quelle: Verfassungsschutz.Brandenburg vom 29.04.2010)
Das ist für sie kritisch? Na da wird doch deutlich, des Geistes Kind sie sind. Recht & Gesetz sind ihnen egal. Sie sind gelenkt von ihrem Hass auf Andersdenkende. Disskussion mit ihnen - sinnlos!

19.01.2019 12:54 Hippiehooligan 21

An welcher Stelle ist das jetzt linksextremistisch? Die Textpassage kann genauso gut von irgendeiner unpolitischen Hiphop-Combo sein. Das war echt ein mieses Beispiel... Besonders ihr Konservativen beklagt doch ständig mangelnde Meinungsfreiheit in Bezug auf "kritische" Aussagen. Und plötzlich willst du alles verbieten, was dir nicht in den Kram passt? Wenn dich die eine Passage mit dem Blut so stört, kannst du genauso gut jede Metal-Band, jeden Ego-Shooter, jeden Film, der ab 16 ist und noch so vieles mehr verbieten. Viel Spaß dann mit der dadurch gewonnenen "Freiheit"...

18.01.2019 22:40 der_Silvio 20

@19 Hippi(langstrumpf); "Warum eigentlich immer FSF? Kennst du keine anderen Beispiele?"
Weil FSF durch C präsent ist.
Aber wenn sie nach mehr Beispielen fragen:
'Musik und Extremismus
Linksextremistische Hass-Musik: "Dein Blut fließt über den Asphalt"'
(Quelle: Verfassungsschutz.Brandenburg vom 29.04.2010)
Mir ist herzlich egal, aus welcher politischen Ecke solche Hassmucke kommt - sie gehört schlichtweg verboten!
Dessen sollten sich die CDU, aber auch sie selbst bewußt machen.
Wenn Sie dies anzweifeln, oder gar "der Militanz der Leute in gewissem Rahmen kein Problem haben" (Quelle: ihr Kommentar #66 zum MDR-Artikel '"Black Triangle" in Leipzig: Polizei ermittelt gegen Demo-Teilnehmer'), sind sie nicht nur wenig überzeugend, sondern auch sehr doppelzüngig.
Und noch etwas: sowohl der Hitlergruß als auch die Verherrlichung und Aufruf zu Gewalt (§ 131 StGB; § 111 StGB).
Darum: Straftat BLEIBT Straftat!

18.01.2019 16:50 Hippiehooligan 19

Silvio, bei diesen Konzerten werden halt keine verbotenen Texte gesungen und auch gut ständig der Hitlergruß gezeigt. Vielleicjt lernst du js irgendwann mal den Unterschied. Warum eigentlich immer FSF? Kennst du keine anderen Beispiele? Da beziehst du dich ständig nur auf eine einzige Band. Das ist nicht sehr überzeugend...

18.01.2019 14:11 Hippiehooligan 18

Zumindest ist jetzt klar, dass du an der Neonazidemo teilgenommen hast. Was du dort gesehen haben willst, ist hingegen nirgends zu belegen. Im Netz hab ich nichts gefunden. Alle anderen Vorwürfe gegen Lothar König wurden fallengelassen. Ich würde dir also raten, den schmalen Pfad von der Lüge zur Verleumdung wieder zu verlassen!

18.01.2019 13:50 der_Silvio 17

@1 Hippi(langstrumpf); "Ein weiterer Baustein der spürbaren Stimmungsmache und Repression gegen Linke."

Deshalb ist die CDU auch für strengere Auflagen bei Rechtsrockkonzerten, um diese möglichst ganz zu unterbinden.
Und das während linke Bands wie FSF Gewalt gegen Polizei von der Bühne herab besingt, wie in Chemnitz geschehen - unter dem Segen der Regierung.

18.01.2019 12:00 Bürgerin 16

@15 Da ihren sie sich aber gewaltig und unterlassen sie es mich der Lüge zu bezichtigen . Persönlich habe ich die Ausfälligkeiten dort erlebt und auch auf dem Heidefriedhof in DD , als er noch ohne Lautsprecherwagen kam.

18.01.2019 10:45 Hippiehooligan 15

Liebe Bürgerin... der Mann auf dem Bild ist Lothar König. Der ist normalerweise nicht mal in der Nähe des Dresdner Naziaufmarschs, der als Gedenkveranstaltung getarnt wird, weil er mit seinem Lautsprecherwagen gar nicht bis dahin gelassen wird. Also lass mal deine Lügen. Ansonsten tust du mir ziemlich Leid, wenn du glaubst, dass jemand reich ist, nur weil er 2 mal im Jahr in eine andere Stadt fährt...

18.01.2019 10:24 Hippiehooligan 14

Sachse, mindestens 5 mal hab dich schon auf verschiedene Dinge angesprochen. Damit werde ich jetzt aufhören, da du scheinbar nur zum peinlichen Parolendreschen hier bist...

18.01.2019 09:59 Bürgerin 13

Der Mann auf dem Foto 28 ist auch jedes Jahr in DD am 13. Februar mit einer Truppe und stört die Gedenkveranstaltung . Er muß viel Zeit und Geld haben um von einer Demo zur anderen zu reisen ,in Städte woher nicht wohnt und erlebt hat.

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