08.01.2020 | 09:03 Uhr Afghanische Familie nach Misshandlung von Tochter vor Gericht

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia, steht mit Waage und Richtschwert in der Hand auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg in Frankfurt am Main.
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Fünf Mitglieder einer afghanischen Familie müssen sich ab Mittwoch vor dem Leipziger Amtsgericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Tochter beziehungsweise Schwester misshandelt zu haben.

Streit ums Kopftuch

Zunächst soll der Vater von der halbwüchsigen Tochter gefordert haben, dass sie in der Öffentlichkeit ein Kopftuch trägt und sie deshalb auch mit einem Messer bedroht haben. Später gab es dann Streit um eine unerlaubte Reise der Tochter nach Berlin. Mutter, Schwestern und Brüder sollen das Mädchen danach in der Wohnung gefesselt und geschlagen haben, sie auch an den Haaren gezogen haben. Das Opfer trug zahlreiche Hämatome davon.

Der Streit soll erneut eskaliert sein, als zwei Mitarbeiter des Jugendamts unangemeldet in der Wohnung erschienen waren. Das Mädchen lebt inzwischen unter anderer Adresse.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.01.2020 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2020, 09:03 Uhr

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