Landgericht Leipzig
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25.06.2019 | 11:50 Uhr Oberstaatsanwältin vor Landgericht Leipzig - Beschuldigte weist Vorwürfe zurück

Landgericht Leipzig
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Im Prozess gegen eine Oberstaatsanwältin am Landgericht Leipzig hat die Beschuldigte die Vorwürfe zurückgewiesen. Die erfahrene Drogenfahnderin muss sich unter anderem wegen Rechtsbeugung und falscher uneidlicher Aussage verantworten. Sie habe nie bewusst etwas falsch ausgesagt oder vorsätzlich gelogen, hieß es in ihrer persönlichen Erklärung vor Gericht. Es sei ihr wichtig zu betonen, dass sie sich immer rechtskonform verhalten habe. Allerdings sei sie in jener Zeit einem enormen Arbeitspensum ausgesetzt gewesen.

Falschaussage nach Prozess um Drogenfund

Grundlage für den heutigen Prozess ist ein Verfahren des Bundeskriminalamtes. Dessen Fahnder hatten knapp drei Tonnen eines Grundstoffes sichergestellt, mit dem Crystal hergestellt wird. In dem anschließenden Verfahren soll die Angeklagte falsch ausgesagt haben. Sie hatte ausgesagt, weil sie die Ermittlungen in dem Fall geführt hatte.

Weiteres Verfahren unberechtigt eingestellt?

Zudem soll die Angeklagte, im November 2015 ein Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten eingestellt haben, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen hierfür nicht vorgelegen hätten. Deshalb muss sie sich wegen Strafvereitelung im Amt verantworten. Für den Prozess des Landgerichts Leipzig sind insgesamt zehn Verhandlungstermine bis Ende September vorgesehen.

Die Droge Crystal Meth 2 min
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Quelle: MDR/mar/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachenradio | 25.06.2019 | 8:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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