27.05.2020 | 17:14 Uhr | Update In Leipzig und Grimma: Razzien gegen Schleuser, Passfälscher und Fahrkartenbetrüger

Drei Polizisten stehen vor einer Wohnungstür in einem Neubau. Das Bild entstand am Morgen des 27.5.2020, als die Bundespolizei mehrere Wohnungen in Leipzig und Grimma durchsuchte. Es geht um ermittlungsverfahren zu Schleuserkriminalität, Urkundenfälschung und Onlinebtrug.
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Am Mittwoch hat die Bundespolizei mehr als zwölf Razzien in sieben Bundesländern durchgeführt, darunter auch in Leipzig und Grimma. Eine Sprecherin sagte MDR SACHSEN, es liefen drei Ermittlungsverfahren. In Leipzig wurden zwei Privatwohnungen durchsucht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht das im Zusammenhang mit dem Verkauf falscher Heiratsurkunden aus Zypern.

Die Tatverdächtigen in diesem Ermittlungsverfahren - drei Pakistaner, fünf Inder und zwei Deutsche - sollen die Dokumente an Menschen aus Pakistan und Indien verkauft haben. Zudem nahm die Bundespolizei Ausländer in den Fokus, die sich über eine Schleuserbande gefälschte Ausweise beschafft haben sollen. Die Ausweise sollen als Warensendungen über den Flughafen Halle/Leipzig verschickt worden sein.

Vielfahrer haben über ein Chatprogramm Bahn-Tickets bestellt

In Grimma geht es um Betrügereien einer Gruppe bei Online-Fahrkarten. In der Muldestadt fand eine Wohnungsdurchsuchung statt. Dabei seien Handys und Dokumente gesichert worden. Nach Erkenntnissen der Polizei hatten mehrere Vielfahrer über ein Chatprogramm Bahn-Tickets bestellt, die dann von einer Gruppe von Online-Betrügern mit gestohlenen Kreditkarten-Daten gekauft wurden. Auf die Spur der Betrüger kamen die Beamten dem Vernehmen nach über vier ausländische Vielfahrer, deren Wohnungen in Grimma, Rosenheim, Nürnberg und München durchsucht wurden.

Mehr als 200 Beamte im Einsatz

Zudem gab es in anderen Bundesländern Razzien wegen Urkundenfälschung, Schleuseraktivitäten und das Arrangieren von Scheinehen. Neben Sachsen waren von den Ermittlungen unter anderem auch Hamburg, Bayern und Berlin. Mehr als 200 Beamte waren am Mittwoch bundesweit im Einsatz. Es gab keine Festnahmen.

Nach Angaben der Sprecherin liefen die getrennten Ermittlungen in den einzelnen Bundesländern schon länger. Wegen der Infektionsschutzbestimmungen seien die Durchsuchungen in der Corona-Pandemie verschoben worden. Am heutigen Mittwoch fanden sie in den sieben Bundesländern gesammelt statt.

Quelle: MDR/dk/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.05.2020 | 10:00 Uhr in den Nachrichten

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