Rockerprozess Hells Angels
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

27.05.2019 | 15:50 Uhr Verteidiger fordern sieben Jahre Haft im Leipziger Rocker-Prozess

Rockerprozess Hells Angels
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Im Mord-Prozess gegen mehrere Hells Angels in Leipzig haben die Verteidiger des mutmaßlichen Schützen eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert. Der Anwalt des 33-jährigen Angeklagten sagte im Landgericht Leipzig, er gehe davon aus, dass die Kammer ihn wegen Totschlags und versuchten Totschlags verurteilen werde. Er forderte, die Schüsse als Notwehr zu bewerten. Immerhin hätten die Anhänger der rivalisierenden United Tribuns einen Bekannten seines Mandanten angegriffen.

In einem zweiten Plädoyer forderten die Verteidiger eine Haftstrafe von höchstens drei Jahren und sechs Monaten schweren Landfriedensbruchs für ihren 36 Jahre alten Mandanten, den früheren Präsidenten der Leipziger Hells Angels. Zwei weitere Plädoyers werden am Dienstag erwartet. Ein Urteil im Prozess um die Tat im Rocker-Milieu könnte am 4. Juni fallen.

Verteidiger bezweifeln Mordplan

Eine Verteidigerin sagte, der 36-Jährige habe zwar im Juni 2016 gemeinsam mit anderen Mitgliedern des inzwischen aufgelösten Leipziger Chapters der Hells Angels auf der Eisenbahnstraße Macht demonstrieren wollen. Allerdings zweifelte sie daran, dass er sich direkt am Tatort aufhielt, als die tödlichen Schüsse fielen. Ein weiterer Verteidiger sagte, es sei nicht festgestellt worden, wann was besprochen wurde. Es ist umstritten, ob alle Männer wussten, dass die Schüsse fallen würden - ob es also einen vorher gefassten Tatplan gab.

Zwei weitere Plädoyers werden am Dienstag erwartet. Ein Urteil im Prozess um die Tat im Rocker-Milieu könnte am 4. Juni fallen.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.05.2019 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

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