Schneebruch Erzgebirge
Bildrechte: Bernd März

Schwierige Aufräumarbeiten Sachsenforst fürchtet nach Schneebruch neue Borkenkäferplage

Keine Erholung für Sachsens Wälder: Nach Dürre, Sturm und Borkenkäfern im vergangenen Jahr sorgen nun die großen Schneemengen für weitere Schäden. Um sie zu beseitigen, sei Eile geboten, warnt der Sachsenforst.

Schneebruch Erzgebirge
Bildrechte: Bernd März

Nach dem trockenen Sommer bereiten den Forstverantwortlichen im Freistaat nun auch die großen Schneemengen Sorgen. Viele Bäume seien immer noch geschwächt und könnten deshalb der Schneelast nicht standhalten, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. Im Erzgebirge mussten Waldabschnitte gesperrt werden. Die Gefahr, dass Bäume umstürzten, war zu groß, teilte der Sprecher mit.

Eile geboten, sonst übernimmt der Borkenkäfer

Nun sei Eile geboten, betonte der Sprecher: "Bis spätestens Ende März müssen wir die Schneeschäden beseitigt haben." Sonst kämen die gleichen Probleme mit den Borkenkäfern auf wie schon 2018. Die Aufräumarbeiten seien aber schwierig, da viele einzelne Schäden auf eine große Fläche verteilt seien. Man habe nicht wie bei einem Sturm ein ganzes Gebiet, das komplett beschädigt sei.

Große Sturmschäden

Die extremen Wetterbedingungen sorgen vermehrt für Schäden in Sachsens Wäldern. Die Stürme Herwart und Fabienne sowie der Orkan Friederike verursachten insgesamt etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Schadholz. Vom Frühjahr an hatten die Wälder zudem mit Hitze und anhaltender Dürre zu kämpfen.

Sächsische Waldbesitzer fordern Nothilfeprogramm

Der sächsische Waldbesitzerverband forderte ein Nothilfeprogramm vom Staat: Mit 30 Millionen Euro sollen akute Schäden beseitigt und die Borkenkäfer stärker bekämpft werden. Der Freistaat versicherte den Forstbesitzern, man wolle ihnen 2019 bei der Schädlingsbekämpfung und Holzabfuhr unter die Arme greifen. Zudem wurden die Fördermittel für den Waldumbau um drei Millionen Euro aufgestockt.

Quelle: MDR/lt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2019 | ab 09:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2019, 17:53 Uhr

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1 Kommentar

21.01.2019 10:23 Sachse43 1

Seit der Wende wurde bei diesem Staatsunternehmen zusammengespart, maximal paar Schlipsträger wurden eingestellt. Jetzt wird gejammert und die Arbeit an private Unternehmen vergeben.

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