Ermittlungen Nach Brandanschlag in Silvesternacht: Bislang keine Zeugen

Ein Feuerwehrmann steht an abgebrannten Geländewagen der Bundeswehr auf dem Gelände eines Autohandels. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus.
Elf Geländewagen und ein Anhänger der Bundeswehr brannten in der Silvesternacht im Norden von Leipzig. Sieben Fahrzeuge wurden zerstört. Bildrechte: dpa

Bei der Aufklärung des Brandanschlags auf mehrere Fahrzeuge der Bundeswehr in der Silvesternacht in Leipzig hoffen die Ermittler weiter auf die Hilfe der Bevölkerung. Nach einem entsprechenden Aufruf vom Neujahrstag sind noch keine Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Die Auswertung bereits gesicherter Spuren sowie Videoaufnahmen laufe, am Freitag sei der Brandursachenermittler am Tatort gewesen.

Bekennerschreiben auf Indymedia

Unbekannte hatten am Silvesterabend auf dem Gelände eines Autohauses im Nordosten der Stadt elf Geländewagen und einen Anhänger der Bundeswehr angezündet, die in der dortigen Werkstatt instand gesetzt werden sollten. Wie das Feuer gelegt wurde, ist noch unklar. Sieben Fahrzeuge wurden zerstört. Die "Task Force Gewalt" des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus Abwehrzentrums ermittelt wegen Brandstiftung. Das LKA geht von einem gezielten Angriff aus, ein Bekennerschreiben gibt Hinweise auf eine mögliche politische Motivation. Auch zur Höhe des Sachschadens sind am Sonnabend noch keine konkreten Angaben möglich gewesen, hieß es.

Quelle: MDR/lt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 01.01.2021 | 19:00 Uhr

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