Vorwurf der Rechtsbeugung Anklage gegen Drogen-Ermittlerin aus Leipzig zugelassen

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Eine Oberstaatsanwältin aus Leipzig wird sich wegen des Verdachts der Rechtsbeugung vor Gericht verantworten müssen. Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden habe eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Chemnitz zugelassen, teilte das OLG am Dienstag mit.

Richter hatte Anzeige erstattet

Bei dem Fall geht es um eine erfahrene Drogen-Ermittlerin der Leipziger Staatsanwaltschaft. Ihr wird im Zusammenhang mit einem Verfahren um den Handel mit 2,9 Tonnen des Crystal-Grundstoffs Chlorephedrin Rechtsbeugung in Tateinheit mit Strafvereitelung im Amt und falsche uneidliche Aussage vorgeworfen. Ein Leipziger Richter hatte Anzeige gegen die Oberstaatsanwältin erstattet. Sie soll ein Ermittlungsverfahren gegen einen Kronzeugen eingestellt haben, der mit Crystal gehandelt haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, das Verfahren mit der falschen Begründung eingestellt zu haben, dass es bei ihren Ermittlungen um Kokain, nicht aber um Crystal gegangen sei, teilte das OLG mit.

Das Landgericht Leipzig hatte die Anklage wegen Rechtsbeugung zunächst nicht zugelassen. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Chemnitz Beschwerde beim OLG ein und setzte sich damit durch.

In dem Fall geht es um einen großen Rauschgiftdeal, der im November 2014 aufgeflogen war. Fahnder konnten nach monatelangen Ermittlungen des Bundeskriminalamts 2,9 Tonnen Chlorephedrin beschlagnahmen. Die Menge hätte für 2,3 Tonnen Crystal gereicht. Straßenverkaufswert: 184 Millionen Euro. Bei der Razzia wurden auch Waffen, Munition gestohlene Ausweise sowie rund 810.000 Euro Drogengeld konfisziert. Insgesamt wurden acht Personen angeklagt.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.02.2019 | 21:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2019, 21:41 Uhr

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1 Kommentar

06.02.2019 09:34 Bürger der früheren DDR 1

Kann sich der MDR das mal näher erklären lassen. In der vorliegenden Form versteht kein Mensch, wo da die Rechtsbeugung begangen worden sein soll.

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