Rockerprozess Hells Angels
Bild vom Prozessauftakt in Leipzig im September 2017 Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

21.05.2019 | 12:45 Uhr Staatsanwalt plädiert im Leipziger Rockerprozess auf Mord

Rockerprozess Hells Angels
Bild vom Prozessauftakt in Leipzig im September 2017 Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Drei Jahre nach tödlichen Schüssen im Leipziger Rockermilieu hat die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Mordes für vier angeklagte Männer gefordert. Oberstaatsanwalt Guido Lunkheit plädierte im Landgericht Leipzig auf lebenslange Haft für die 33- bis 47-Jährigen. Sie waren alle vier Mitglieder des inzwischen aufgelösten Leipziger Chapters der Hells Angels.

Im Juni 2016 war bei einer Auseinandersetzung in der Eisenbahnstraße ein 27 Jahre altes Mitglied des rivalisierenden Rockerclubs United Tribuns getötet worden. Zwei weitere Männer wurden verletzt. Geschossen hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft der jüngste Angeklagte. Es sei um Rache für einen Angriff auf ihn gegangen. Die Rocker hätten sich aber alle des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gemacht, sagte der Oberstaatsanwaltschaft.

Der Prozess gegen die Männer hatte schon im September 2017 begonnen und sich über bisher 87 Verhandlungstage gezogen. Die vier Angeklagten schwiegen. Am nächsten Montag werden die Plädoyers der Verteidigung erwartet.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.05.2019 | 12:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Leipzig

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