Ein Schild weist neben dem Leipziger Löwen am 04.03.2013 auf die Umweltzone in Leipzig (Sachsen) hin.
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17.06.2019 | 08:50 Uhr Stickoxidbelastung - die Luft in Leipzig ist dicker geworden

Ein Schild weist neben dem Leipziger Löwen am 04.03.2013 auf die Umweltzone in Leipzig (Sachsen) hin.
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Die Stickoxid-Belastung in Leipzig ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurde der zulässige Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten. 2017 hatte Leipzig die Vorgabe noch einhalten können.

Bundestrend zeigt nach unten

Ein LKW fährt hinter einer Meߟstation für die Luftgüte vorüber.
Eine Messstation in Leipzig. Bildrechte: dpa

Bundesweit war im vergangenen Jahr die Luft in 57 Städten zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid belastet. Das waren acht weniger als im Vorjahr. Die Jahresmittelwerte an verkehrsnahen Messstationen lagen im Bundesdurchschnitt rund 1,5 Mikrogramm unter denen des Jahres 2017. Der Trend gehe damit in die richtige Richtung, erklärte die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger am Montag. Die bisherigen Maßnahmen für saubere Luft reichten aber nicht aus. Nötig sei eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren, um den EU-Grenzwert überall einzuhalten. Das Stickstoffdioxid in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen.

Eine Station gab den Ausschlag

Wenn eine Stadt den Grenzwert überschreitet, bedeutet das allerdings nicht, dass die Luft dort überall schlecht ist - es zählt die Messstation mit dem höchsten Jahresmittelwert. In Leipzig war es nach Angaben des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie genau eine Station, wo der Jahresgrenzwert geringfügig überschritten wurde - an der Lützner Straße. Allerdings hätten dort 2018 besonders ungünstige Bedingungen geherrscht, sagte Landesamts-Pressesprecherin Karin Bernhardt MDR SACHSEN. So habe es im Umfeld zahlreiche Baustellenumleitungen gegeben, durch die noch mehr Fahrzeuge auf der ohnehin stark befahrenen Strecke unterwegs waren.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.06.2019 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

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17 Kommentare

18.06.2019 23:10 Bernd L. 17

Eulenspiegel 15:
Solche Aussagen wie in ihrem Beitrag machen mich als Fachwissenschaftler einfach sprachlos.
Peter:
Und in Californien sind es 90 Mikrogramm, in Büros gelten viel höhere Werte. Fakt ist, für den Grenzwert 40 Mikrogramm gibt es keine wiss. Belege. Das hat sogar die WHO zugegeben. Wie gesagt, die Stickoxydbelastung hat sich in den letzten Jahrzehnt mehr als halbiert- wie haben wir da nur früher überlebt?
Die CO2 Steuer hat mit dem Problem gar nichts zu tun.

17.06.2019 22:33 part 16

Politiker, Medien oder angestellte Wissenschaftler: alle regen sich über den Individualverkehr auf wobei doch die Aufrüstung und Kriege die größten Klimakiller sind. Hier heißt es abrüsten von Oben nach Unten und nicht freie Fahrt für Panzer oder freies Flugfeld für Drohnen und Kerosinschleudern oder freie See für ganze Einschüchterungsverbände. Klimaverbesserung beginnt im Großen und nicht beim Moped- Fahrer. Flugverbot für die A 10 Thunderbold, die Massen an Tonnen abgereichertes Uran bisher in Kriesenregionen verschossen hat, wär ein Gebot der Stunde als über Peanuts von Emissonen vor Ort zu diskutieren. Doch das Thema sprechen leider viel zu weniger Politiker bei gegenseitigen Besuchen an, es sollte sich ändern. Nebenher gibt es noch die Uno, wobei deren Resulotionen nicht von allen Staaten anerkannt werden.

17.06.2019 22:14 Eulenspiegel 15

Hallo Bernd L. 11
„Wir wissen heute, der Grenzwert von 40 Mikrogramm ist wiss. unbegründet und willkürlich gewählt, „
Da haben sie Recht denn wir wissen Heute das schon die geringsten Mengen Stickoxid giftig ist. Es gibt also keine Grenze wo man sagen kann Stickoxid ist ungiftig. Wenn man also ein Grenzwert festlegen würde der den Menschen als Maß aller Dinge im Auge hat so müsste der eigentlich bei 0,0 liegen. Darum wenn sie also schlampig mit ihrer Gesundheit umgehen so ist das ihre Sache. Wenn sie aber von Millionen Menschen verlangen das sie gesundheitliche Schäden in Kauf zu nehmen haben so ist das was anderes.

17.06.2019 19:58 Peter 14

@11 Bernd L: Dann müssen die Schweizer vollkommen verblödet sein. Die haben einen Grenzwert von 30 Mikrogramm. Und eine CO2-Steuer haben die auch noch.
Aber wir wissen ja: Sie haben die Weisheit in Punkto Umwelt gepachtet.

17.06.2019 17:09 nasowasaberauch 13

Es ist ein Phantom dieses NOx. Keiner weiß genau wie schädlich es für den Organismus ist und wo die Schwelle dafür anzuordnen ist. Die Leopoldina ermittelte doch Feinstaub als den gefährlicheren Stoff. Was ist aus diesem Gutachten, für viel Geld in Auftag gegeben und mit Sorgfalt erarbeitet, geworden? Wir hecheln immer noch den ideologisch-politisch festgelegten Grenzwerten hinterher. Da hätte sich Merkel diesen mit Aufwand verbundenen Auftrag an die Leopoldina auch sparen können. Feinstaub in Verbindung mit eMobilität ist natürlich ein Schuss ins Knie, weil die Emission durch diese Technologie eher steigt. Die Industrie arbeitet an diesem Problem der Bremsen und Bereifung aber wie immer machen wir den 2. Schritt zuerst.

17.06.2019 17:07 Peter 12

@7: Mal ein Hinweis: Fahren Sie doch bitte mal nach Berlin. Dann wissen Sie, was ein Stau ist. Was Sie in Leipzig Stau nennen, ist da eher PillePalle.

17.06.2019 16:17 Bernd L. 11

Jan:
Abgase sind giftig- das weiß sogar ein Schulschwänzer. Aber die gehören zum Autoverkehr dazu und sind in geringen Dosen und bei geringer Zeit unbedenklich. Die Grenzwerte sind in den letzten Jahrzehnten signifikant gesunken dank besserer Technologie. Wir wissen heute, der Grenzwert von 40 Mikrogramm ist wiss. unbegründet und willkürlich gewählt, viel zu niedrig. Das hatte ich gemeint.

17.06.2019 16:14 Eulenspiegel 2 10

Weiter man kann den Diesel mit ein paar kleine Änderungen erheblich sauberer machen. Es ist ganz einfach einen Diesel so umzurüsten das er mit Methan fährt. Ob nun Erdgas oder Biogas. Das weiß auch die Autoindustrie. Aber dazu brauchte man die dazugehörigen Autogaszapfsäulen. Die Autoindustrie hat sich nun mal dazu entschlossen eine betrügerische Software zu installieren die den Anschein erweckt das die Grenzwerte eingehalten werden. Das ist schließlich billiger.

17.06.2019 16:12 Eulenspiegel 1 9

Ach ja da ist dieser Professor, der selber im schönen Sauerland lebt ohne große Schadstoffbelastung und uns erzählen will das die Dieselabgase richtig gesundheitsförderlich sind. Der musste doch schon öffentlich zugeben das er Probleme hat mit dem ein mal eins rechnen. Er musste doch damit zugeben das alles was er da vorbringt Wissenschaftlich nicht haltbar ist. Um es klar zu sagen Dieselabgase sind alles andere als gesund.Und dann gibt es diese Leute die sich darüber aufregen das es da Messstationen gibt auf der Höhe von Kindernasen.

17.06.2019 15:53 Fragender Rentner 8

Sind das jetzt die Messungen die nach der Hochsetzung der Werte durch die GroKo gelten?

Wenn die alten Werte vor dem Beschluß der GroKo gelten würden, wären dann in Deutschland noch mehr Städte betroffen?

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