Arbeitsniederlegungen Streik bei Amazon in Leipzig zum "Black Friday"

Amazon-Versandzentrum in Leipzig
Beim Amazon-Versandzentrum ist es heute ruhiger als sonst: Rund 400 Beschäftigte sind zu Hause geblieben. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Seit Mitternacht streiken rund 400 Beschäftigte von Amazon am Standort Leipzig. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi dauern die Arbeitsniederlegungen bis einschließlich Sonnabend. Aufgrund der Corona-Pandemie sollen die Beschäftigten in dieser Zeit zu Hause bleiben. Man habe Aufsteller mit Verdi-Mitarbeitern in 1,5 Metern Abstand an den Zaun des Betriebsgeländes von Amazon gestellt. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels durch Amazon sowie der Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit.

Am Freitag findet der sogenannte Black Friday statt – ein Aktionstag des Handels, an dem Kunden den Angaben zufolge mit größeren Rabatten einkaufen können. Der Konzern Amazon beteiligt sich an dem jährlichen Aktionstag. Pakete des Versandhändlers würden durch den Streik verspätet geliefert werden, sagte Thomas Schneider von Verdi.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.11.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

4 Kommentare

part vor 7 Wochen

Nach Berichten aus anderen verlässlichen Medien soll der Konzern die Dedektei (Agentur) Pinkerton aus den USA, die damals schon Jesse James ans Messer lieferte, angagiert haben um umtriebe Gewerkschafter und Streikwillige auszuspähen und der Konzernleitung die Lage an der Basis zu berichten, nicht nur in Deutschland sondern auch in Amazon- Standorten in unseren westlichen und östlichen Nachbarländern. Das Deutsche Versammlungsrecht laut GG scheint den US- Konzern nicht im Mindesten zu interessieren und ich hoffe das nicht noch schwarze Listen von Mitarbeitern angefertigt werden, das gab es alles schon mal in real existierenden Gesellschaftssystem...

Eulenspiegel vor 7 Wochen

„Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels durch Amazon sowie der Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit.“
Das Problem ist Amazon ist nicht bereit einen Tarifvertrag anzuerkennen oder gar zu unterzeichnen. Amazon ist Mitglied der Einzelhandelsverbandes und sagt aber diese Tarife sind uns viel zu hoch. Im Logistikbereich gibt es viel niedrige Tarife. Daran orientieren wir uns. Einen Tarifvertrag will Amazon grundsätzlich nicht unterschreiben. Sie erkennen auch keinen Betriebsrat an. Damit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet denn bei Amazon gibt es faktisch keine Arbeitnehmerrechte. Und die Löhne sein ja sowieso viel zu niedrig.

kleener vor 7 Wochen

Was soll das schon wieder. Die Mitarbeiter bekommen normalen Lohn. Dazu Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dazu noch Aktien von Amazon. Kann man diese unzufriedenen nicht kündigen? Es gibt Mutter Arbeitszeiten. Was wollt ihr mehr. Kündigt doch einfach. Oder schließt die Werke und Amazon geht ins Ausland. Dann lache ich nur über diese Sch... Verdi. Es gibt Menschen die noch weniger verdienen. Aber darum kümmert sich Verdi nicht.

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