Polizei am Unfallort am Kleinmesseplatz in Leipzig
Bildrechte: Dirk Knofe

23.05.2019 | 09:55 Uhr Identität der getöteten Radfahrerin in Leipzig geklärt

Polizei am Unfallort am Kleinmesseplatz in Leipzig
Bildrechte: Dirk Knofe

Nach einem schweren Unfall mit einem Lastwagen in Leipzig steht die Identität der toten Radfahrerin fest. Eine Polizeisprecherin sagte, bei der Frau handle es sich um eine 20-Jährige aus Leipzig. Die junge Frau wurde am Mittwoch auf einem Rad- und Fußweg von einem Lastwagen an einer Zufahrt zum Gelände einer Kleinmesse erfasst.

Der 57 Jahre alte Fahrer übersah die Radfahrerin vermutlich, als er auf das Gelände abbiegen wollte. Die 20-Jährige starb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen. Gegen den 57-Jährigen wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Polizei: "Gegenseitig Rücksichtnehmen"

Angesichts der vielen Radfahrer-Unfälle in Leipzig appelliert die Polizei zur gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Die Radfahrer müssten sich bewusst sein, dass sie im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen der Schwächere seien, was die Unfallfolgen betreffe, sagte Andreas Loepki von der Polizeidirektion Leipzig MDR SACHSEN.

Das bedeutet eben auch, dass ich unter Umständen auf mein Vorfahrtsrecht verzichten muss, um Unfälle und Schäden für meine Person zu vermeiden.

Andreas Loepki Polizeisprecher

Allein im letzten Jahr waren in Leipzig sechs Radfahrer bei Unfällen getötet worden.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.05.2019 | 09:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Leipzig

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4 Kommentare

24.05.2019 12:21 Mike (an Agnostiker) 4

Auf einer anderen Ebene haben Sie Recht. (Ich bin Auto-, Fahrradfahrer und Fußgänger und weiß, dass es auf allen Ebenen Probleme gibt, und ja, auch Fahrradfahrer und Fußgänger müssten stärker kontrolliert werden.) Aber das war nicht der Punkt. Herrn Loepkis Aussage im Zusammenhang mit einem Todesopfer war der Punkt.

24.05.2019 11:54 Sören (Auto- und Radfahrer) 3

Ich kann Mike nur zustimmen! Immer wieder werden Fahrradfahrer SCHULDLOS von KFZ-Fahrern in Gefahr gebracht, schwer verletzt und getötet. Und alles, was einem Polizeisprecher dazu einfällt, ist, dass Fahrradfahrer eben nicht auf Ihre Vorfahrt bestehen sollen. Das ist einfach nur traurig und enttäuschend. Nicht (eventuell) fehlende Vorsicht der Radfahrer ist die Ursache für solche Unfälle. Denn alle Vorsicht nützt nichts, wenn Fahrzeuge von hinten heranrauschen - während ein Radfahrer in die Kreuzung einfährt - um dann schnell abzubiegen. Wieder andere halten an, vermitteln das Gefühl, die Vorfahrt zu gewähren und fahren dann los, wenn der Radfahrer langsam an ihm vorbeifährt (alles schon erlebt).
Und anstatt nun Mitgefühl für einen jungen 20jährigen Menschen und deren Angehörige zu empfinden, wird reflexartig mit bei Rot fahrenden Radfahrern argumentiert(die ich auch ganz schrecklich finde!). Das zeigt sehr deutlich die Grundhaltung vieler "Nichtradfahrer"...

24.05.2019 01:52 Agnostiker (an Mike) 2

"Liebe Polizei, macht lieber Eure Arbeit..."
Ganz Ihrer Meinung, dies aber an beide Parteien gerichtet. Einfach Mal am Bayrischen Bahnhof an die Kreuzung stellen. Da können Sie bei jeder Ampelphase mitzählen wie viel Radfahrer bei Rot fahren.

23.05.2019 21:35 Mike 1

Ist das alles, was die Polizei hierzu zu sagen hat? (Ich hoffe, die Angehörigen der getöteten jungen Frau lesen die Worte von Herrn Loepki nicht.) Auf drei Kilometern Arbeitsweg wird mir täglich ca. dreimal die Vorfahrt genommen. Alle Stellen sind als Problemstellen via ADFC bekannt, gemeldet etc. etc. Allein, es ändert sich nichts. Liebe Polizei, macht lieber Eure Arbeit als hier einseitig zu polarisieren. Mein Beileid der Familie!

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