Grüne Grütze am Lindenauer Hafen, Schlingpflanzen am Karl-Heine-Kanal und am Bundesverwaltungsgericht
Umweltverbände kritisieren die Stadt Leipzig, sie setze zu sehr auf Motorboote. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

22.07.2019 | 11:10 Uhr Leipzig: Umweltschützer verlassen Runden Tisch zur Wasserstadt

Grüne Grütze am Lindenauer Hafen, Schlingpflanzen am Karl-Heine-Kanal und am Bundesverwaltungsgericht
Umweltverbände kritisieren die Stadt Leipzig, sie setze zu sehr auf Motorboote. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehrere Leipziger Umwelt- und Bürgervereine werfen Politik und Stadtverwaltung fehlende Diskussionsbereitschaft über die künftige Nutzung von Flüssen und Seen vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Leipzig und der Nabu Leipzig sowie die Vereine "Ökolöwe"und "Pro Leipzig" haben daher am Montag ihren Rücktritt vom Runden Tisch für das sogenannte Wassertouristische Nutzungskonzept erklärt. In dem Forum kommen seit 2018 Naturschützer unter anderem mit Vertretern aus der Wirtschaft, dem Tourismus und Sport zusammen.

Kritik: Zu starke Konzentration auf Motorboote

Nach Einschätzung der Umweltverbände konzentriert sich die Stadt zu sehr auf den Ausbau der Gewässer für Motorboote und prüft zu wenig die Alternativen für einen sanften Tourismus. Die Konzentration auf motorbetriebene Boote ruft ihrer Ansicht nach auch Konflikte mit der Bevölkerung hervor, die die Flüsse und Seen für Sport und Erholung nutzen wollen. Insgesamt fehle zudem ein Gesamtkonzept für eine umweltverträgliche touristische Nutzung der Gewässer.

Quelle: MDR/lam/EPD

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3 Kommentare

22.07.2019 14:10 Max W. - Stichwort: Beutegesellschaft 3

@22.07.2019 13:19 maheba (Ob nun sanfter Tourismus (Was auch immer das ist?) oder Nutzung der Gewässerflächen mittels Motorboote (auch Verbrennungsmotor), eine sinnvolle Nutzung muss möglich sein.)

Eine "sinnvolle Nutzung" durch Motorboote ist keine "sinnvolle Nutzung". Oder betreiben sie Containerlogistik per Binnenschiff? Eben. Absolut niemand braucht dieselben Automotorsporttypen, die schon auf den Strassen eine elende Belästigung darstellen, auf Wasserflächen. Was also wollen sie uns sagen?

22.07.2019 14:06 Max W. - Stichwort: Beutegesellschaft 2

(Kritik: Zu starke Konzentration auf Motorboote
Nach Einschätzung der Umweltverbände konzentriert sich die Stadt zu sehr auf den Ausbau der Gewässer für Motorboote und prüft zu wenig die Alternativen für einen sanften Tourismus. Die Konzentration auf motorbetriebene Boote ruft ihrer Ansicht nach auch Konflikte mit der Bevölkerung hervor, die die Flüsse und Seen für Sport und Erholung nutzen wollen. Insgesamt fehle zudem ein Gesamtkonzept für eine umweltverträgliche touristische Nutzung der Gewässer.)

Absolut richtige Entscheidung. Im "Osten" war ohnehin seitens der Behörden und der Politik nicht ein Jota Anderes zu erwarten. Hier regiert das Weltbild der 60er und das ganze Ausmaß an Borniertheit kommt in solchen Konzepten, wie dem Leipziger oder etwa der sachsen-anhaltinischen Tourismuspolitik "bestens" zur Geltung.
Auch das Thüringer Motorradtourismuskonzept ist ein Beispiel für die umweltpolitische Hinterwäldlerei in Neufünfland.

22.07.2019 13:19 maheba 1

"Konflikte mit der Bevölkerung ", das ich nicht lache. Die meisten denken ja immer noch sie hätten die Seen und Kanäle zum Haus dazu gekauft oder gemietet.
Ich sehe es anders herum - "Konflikt mit den Gewässernutzern" durch Anlieger.
Geht auch so herum.
Ob nun sanfter Tourismus (Was auch immer das ist?) oder Nutzung der Gewässerflächen mittels Motorboote (auch Verbrennungsmotor), eine sinnvolle Nutzung muss möglich sein.

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