Passanten gehen am Abend auf dem Markt am Alten Rathaus in Leipzigs Stadtzentrum vorbei. Das historische Gebäude beherbergt seit 1909 das Stadtgeschichtliche Museum
Leipziger Markt mit Altem Rathaus Bildrechte: dpa

31.07.2019 | 06:18 Uhr Landesdirektion hebt Ergebnis der Stadtratswahl in Leipzig auf

Passanten gehen am Abend auf dem Markt am Alten Rathaus in Leipzigs Stadtzentrum vorbei. Das historische Gebäude beherbergt seit 1909 das Stadtgeschichtliche Museum
Leipziger Markt mit Altem Rathaus Bildrechte: dpa

Die Landesdirektion Sachsen hat das Wahlergebnis der Leipziger Stadtratswahlen aufgehoben. Grund ist ein Übertragungsfehler im Wahlkreis 4. Er umfasst die Südvorstadt, Connewitz, Marienbrunn, Lößnig und Dölitz-Dösen. Den Angaben zufolge geht es um eine Ersatzperson bei der SPD. Durch den Fehler hat sich die Reihenfolge der Ersatzpersonen geändert. Deshalb muss der Gemeindewahlausschuss das Ergebnis neu feststellen. Solange das nicht der Fall ist, kann auch der Stadtrat seine Arbeit nicht aufnehmen. Die erste reguläre Stadtratssitzung findet am 28. August statt.

Landesdirektion erläutert Entscheidung

Die Landesdirektion erklärte ihre Entscheidung: "Durch die Korrektur eines Übertragungsfehlers im Wahlkreis 4 (Briefwahlbezirk 4005) erhält der Kandidat Daniel Thalheim anstelle von 353 nunmehr 354 Stimmen. Damit hat er mehr Stimmen als der – aufgrund des besseren Listenplatzes – in der Reihenfolge vor ihm festgestellte Nachrücker Oliver Strotzer mit 353 Stimmen. Herr Thalheim wechselt somit den Ersatzkandidatenplatz mit Herrn Strotzer."

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.07.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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9 Kommentare

31.07.2019 19:09 Zeitgeist 9

zu Ole Wels...
" es ist nicht jeder für dieses Ehrenamt geeignet !"
So zu meinen Kommentar.....
wer lesen und schreiben kann ist stark im Vorteil.

31.07.2019 15:18 Ole Wels 8

@4 Im Gegensatz zur afd-Thematik geht es hier aber um die Fehler in der Arbeit von Unparteiischen und nicht um einen bewussten Versuch, Gesetze zu Umgehen. Das wird auch nicht von Parteien aufgearbeitet, sondern von den entsprechenden, unparteiischen Gremien.
@1 Ich sehe nicht, dass hier eine Partei oder Person bewusst benachteiligt wurde. Behalten Sie Ihre ominösen Andeutungen also bitte für sich.

31.07.2019 15:11 Der Matthias 7

@ MuellerF Nr. 4

"Wie man sieht hat nicht nur die AfD ihre Probleme bei der korrekten Durchführung von Wahlen"

Die beiden Fälle kann man so ohne Weiteres gar nicht mit einander vergleichen! In dem vorliegenden (Leipziger) Fall geht es um einen Übertragungsfehler des Wahlergebnisses, für den keine Partei die Schuld trägt. Das von Ihnen angesprochene AFD-Problem mit der unkorrekten Wahlliste ist hingegen rein hausgemacht. Dafür trägt ganz allein die AFD selber die Schuld und kein Wahlhelfer oder dergl., dem lediglich ein Übertragungsfehler unterlaufen ist. Sie vergleichen hier, mit Verlaub, Äpfel mit Birnen!

31.07.2019 14:06 Britt Hollstein 6

MuellerF, Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen.

31.07.2019 13:02 Ekkehard Kohfeld EU - Wahl NRW SPD -14,5 % Ihr werdet immer weniger :-) 5

MuellerF 4 Wie man sieht hat nicht nur die AfD ihre Probleme bei der korrekten Durchführung von Wahlen. Die anderen Parteien schreien aber in solchen Fällen nicht gleich "Verschwörung", sondern arbeiten das ordentlich auf.
##
Ach und wie oft kommt das bei den Etablierten vor und wenn
der GroKo-Partner ein paar mehr von den eigenen bekommt ist das nicht schlimm,bleiben doch in der Familie.

31.07.2019 11:28 MuellerF 4

Wie man sieht hat nicht nur die AfD ihre Probleme bei der korrekten Durchführung von Wahlen. Die anderen Parteien schreien aber in solchen Fällen nicht gleich "Verschwörung", sondern arbeiten das ordentlich auf.

31.07.2019 10:36 Karsten Rottstädt 3

Die Wahlen sind die eigentliche Volksherrschaft. Eine Zusammenlegung von Europa - /Bundes - und Kommunalwahlen halte ich für unzweckmäßig. Die Wahlhelfer werden überlastet. Und das auch noch für umgerechnet rund 2€ pro Stunde Entschädigung. Auch die Bürokratie schlägt immer mehr zu. In der Vorbereitung und in der Durchführung. Schon allein, dass die Prozedur der Stimmabgabe eine andere war, als die bei der Kommunalwahl. Einfach irre so was.
Da müssten dringend Verbesserungen in Richtung Abbau der Bürokratie erfolgen.
Dazu eine Entflechtung bei den Wahlterminen. Und alles geht entspannter zu. Oder nicht?

31.07.2019 09:09 Thomas 2

Wer Wahlhelfer ist, weiß, wie schnell sich um eine Stimme verzählt wird. Anstatt das Ergebnis in der Tendenz als Wahlfälschung zu bezeichnen, empfehle ich: Werdet Wahlhelfer. Nächste Chance am 1. September.

31.07.2019 07:37 Zeitgeist 1

Die Fehler werden immer mehr.
Würde mir gern mal ein paar Unterlagen von den Vorwahlen
anschauen !

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