Feuerwehrleute vor einem Haus, aus dem Rauch dringt
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Großeinsatz auf der Eisenbahnstraße 17 Menschen bei Hausbrand gerettet - Polizei Leipzig vermutet wieder Brandstiftung

In der Nacht zum Montag sind Anwohner eines Mehrfamilienhauses von einem Feuer geweckt worden. Die Feuerwehr brachte 17 Bewohner aus dem brennenden Gebäude in Sicherheit. Brandexperten vermuten Brandstiftung. Denn vor einem Jahr brannte es kurz vor Weihnachten schon einmal in dem Haus. Auch damals gingen Ermittler von Brandstiftung aus. Nun werden die Akten nochmals überprüft.

Feuerwehrleute vor einem Haus, aus dem Rauch dringt
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Die Mieter in der Leipziger Eisenbahnstraße können aktuell nicht zurück in ihre Wohnungen. Das Wohnhaus bleibt nach einem Brand vorerst gesperrt, das Treppenhaus fehlt bis zur ersten Etage. Die 21 Betroffenen im Alter von 20 bis 75 Jahren sind entweder bei Familienangehörigen, Freunden oder bei der Stadt untergebracht worden. Die Polizei Leipzig geht von Brandstiftung aus. Brandursachenermittler arbeiten aktuell im beschädigten Gebäude, sagte die Polizei MDR SACHSEN. Sie sucht Zeugen, die etwas in der Brandnacht gemerkt haben.

Bereits vor einem Jahr hatte es in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember in dem Mehrfamilienhaus gebrannt. Damals hatte die Polizei vermutet, dass ein Brandstifter Feuer legte, indem er einen Kinderwagen anzündete, der im Flur stand. Ein Täter sei allerdings nicht ermittelt worden. Nun sollen die Polizeiakten von 2017 nochmals auf mögliche Zusammenhänge geprüft werden, bestätigte die Polizei auf Nachfrage von MDR SACHSEN.

Menschen retten sich über Sprungkissen und Drehleitern

Ein Mieter hatte das Feuer bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, teilte die Polizei mit. Da der Brand im Treppenhaus ausgebrochen war, war der Fluchtweg versperrt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, saßen die Bewohner auf den Fensterbrettern, hinter ihnen quoll dicker Rauch aus den Fenstern. Die Menschen konnten mit Steck- und Drehleitern sowie einem Sprungkissen aus dem Gebäude gerettet werden. 17 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, vier gelangten allein ins Freie. Nach Polizeiangaben erlitten zwölf Menschen eine Rauchgasvergiftung, drei von ihnen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Notunterkünfte für die Betroffenen Zehn der 17 vom Brand betroffenen Mieter müssen laut Stadtverwaltung untergebracht werden.

Zwei Ehepaare kommen übergangsweise in einer Havariewohnung des Sozialamtes unter.
Vier alleinstehende Männer werden vorübergehend im Havariebereich des Integrationshauses, (gemeinsames Zimmer mit Küche und Sanitärbereich) wohnen, zwei davon sind noch im Krankenhaus.

Zwei alleinstehende Männer können einen Platz im Übernachtungshaus nutzen. Einer hat bislang davon Gebrauch gemacht.

2 Personen nutzten das Angebot. Alle anderen behalfen sich selbst.

Nach Ausbruch des Feuers um 1:30 Uhr waren insgesamt 21 Feuerwehrfahrzeuge und 15 Rettungsdienstwagen im Einsatz. Die Eisenbahnstraße war zwischen Idastraße und Torgauer Platz mehrere Stunden lang gesperrt.

Feuerwehr steht vor einem Haus, aus den Fenstern quillt Qualm.
Die Feuerwehr baute vor dem Haus ein Sprungkissen auf, mit deren Hilfe zwei Menschen gerettet wurden. Die anderen Bewohner wurden mit Dreh- und Steckleitern in Sicherheit gebracht. Bildrechte: News5

Vor einem Jahr hat es im selben Haus in der Eisenbahnstraße schon einmal gebrannt:

Quelle: MDR/cb/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.11.2018 | 06:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Leipzig

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Zuletzt aktualisiert: 27. November 2018, 11:53 Uhr

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