04.01.2020 | 11:20 Uhr Zoo Leipzig freut sich über Nachwuchs bei bedrohten Arten

Rund um die Weihnachtsfeiertage des vergangenen Jahres haben die Pfleger des Leipziger Zoos gleich sieben Jungtiere begrüßt. Nachwuchs gab es bei Lippenbären, Schimpansen und Löwen - drei mittlerweile seltenen Tierarten.

Schimpansenweibchen Kisha mit Jungtier
Nachwuchs im Leipziger Zoo bedeutet nicht nur Zuchterfolg für die Pfleger, sondern auch jede Menge Besucher. Denn die möchten den Zuwachs natürlich bestaunen. Bisher ist das aber nur bei Schimpansenweibchen Kisha und ihrem Jungtier möglich. Bildrechte: Zoo Leipzig

Zum Start ins Jahr 2020 vermeldet der Zoo Leipzig einen regelrechten Baby-Boom: In den letzten Tagen des vergangenen Jahres haben gleich sieben Juntiere das Licht der Welt erblickt. Laut Zoodirektor Jörg Junold sind die ersten kritischen Tage überstanden. Nun heiße es Daumen drücken, dass der Nachwuchs gesund heranwachse.

Großer Erfolg bei den Lippenbären

Lippenbärin Rachana mit ihrem ersten Nachwuchs
Die Aufnahme der Webcam zeigt den kleinen Nachwuchs von Lippenbärin Rachana. Bildrechte: Zoo Leipzig

Schon am Morgen des 24. Dezembers bekam Lippenbärin Rachana ihren Nachwuchs. Die beiden seien in der Mutterstube und das Jungtier werde gut versorgt. Laut Zoo ist die Geburt der vom Aussterben bedrohten Art ein besonderer Erfolg. Mutter und Vater Subodh kamen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zum Erhalt der genetischen Vielfalt 2013 aus Indien nach Leipzig.

Freude im Pongoland

Einen Tag später - am ersten Weihnachtsfeiertag - gab es dann im Pongoland Grund zur Freude: Das Westafrikanische Schimpansenweibchen Kisha gebar einen Sohn. Seitdem kümmere sich die Mutter vorbildlich um ihr Jungtier. Es ist bereits ihr zweites Junges. Mutter und Sohne sind ganztägig in der Innenanlage des Pongolandes zu sehen.

Frohe Kunde bei den Löwen

Löwin Kigali im Zoo Leipzig
(Archivbild) Löwin Kigali und ihre Jungtiere befinden sich noch abgeschirmt in der Mutterstube. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auch Löwin Kigali wurde am 26. und 27. Dezember wieder Mutter. Die Pfleger hätten bis zu fünf Jungtiere gleichzeitig beobachtet. Die unerfahrene Mutter kümmere sich bislang gut um den Nachwuchs. Die Löwin und ihre Jungen sind bis auf weiteres in Ruhe in der Mutterstube und wurden laut Zoo noch nicht untersucht.

Pfleger und Besucher dürften gerade bei den Löwen sehr gespannt sein, wie sich Mutter und Nachwuchs entwickeln. Für Kigali ist es der zweite Wurf. Im Sommer 2019 hatte sie bereits zwei Jungtiere zu Welt gebracht, diese aber völlig überraschend aufgefressen.

Zoodirektor Jörg Junhold bezeichnete die Geburten zum Ende des vergangenen Jahres als "versöhnlichen Abschluss und guten Auftakt für das neue Jahr."

Quelle: MDR/ch/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.01.2020 | 15:30 Uhr in den Ragionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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