Brillenpinguingruppe im Zoo Leipzig
Bildrechte: Zoo Leipzig

Umbauarbeiten Keine Pinguine mehr im Zoo Leipzig

Der Zoo Leipzig ist um eine Tiergruppe ärmer. Am Mittwoch mussten die 21 Brillenpinguine in den Tierpark Berlin umziehen. Grund sind umfangreiche Umbauarbeiten des Aquariums. Damit werden im Zoo, erstmals seit 1910, keine Pinguine mehr leben.

Brillenpinguingruppe im Zoo Leipzig
Bildrechte: Zoo Leipzig

Seit Mittwoch hat der Zoo Leipzig keine Pinguinkolonie mehr. Die 21 Brillenpinguine sind ausgezogen, weil das Aquarium ab kommendem Jahr saniert wird. Künftig werden die Leipziger Pinguine im Tierpark Berlin leben und dort eine bereits existierende Gruppe bereichern. Nicht nur die Zoo-Besucher werden die Tiere vermissen, auch die Mitarbeiter und Zoo-Chef Jörg Junhold sind über den Auszug der flugunfähigen Vögel traurig.

Da ist auch viel Wehmut mit dabei, aber wir wissen, dass es vorübergehend ist und wir mit "Feuerland" noch was viel schöneres planen.

Jörg Junhold Zoo Leipzig

Doch der Zoo muss nicht für immer auf Pinguine verzichten. Geplant ist die Anschaffung neuer Tiere für den noch nicht gebauten zweiten Teil der Südamerika-Anlage namens "Feuerland". Die soll, wenn alles klappt, in drei Jahren fertig sein. Dann dürfen sich die Besucher auf jede Menge Humboldt-Pinguine freuen, erklärt Junhold.

100 bis 150 an der Zahl, was sehr eindrucksvoll sein wird und wir müssen halt die nächsten zwei bis drei Jahre die Zähne zusammen beißen.

Jörg Junhold Zoo Leipzig

Auszug der Brillenpinguine in Leipzig

Tierpfleger Christoph Urban hält einen Pinguin
Tierpfleger Christoph Urban hatte am Mittwoch viel zu tun. 21 Brillenpinguine mussten eingefangen werden, damit sie nach Berlin transportiert werden konnten. Bildrechte: Zoo Leipzig
Tierpfleger Christoph Urban hält einen Pinguin
Tierpfleger Christoph Urban hatte am Mittwoch viel zu tun. 21 Brillenpinguine mussten eingefangen werden, damit sie nach Berlin transportiert werden konnten. Bildrechte: Zoo Leipzig
Brillenpinguin Traudel aus dem Zoo Leipzig
Brillenpinguin-Dame Traudl wird ab sofort im Tierpark Berlin zu Hause sein. Bildrechte: Zoo Leipzig
Brillenpinguingruppe im Zoo Leipzig
Die Anlage der Brillenpinguine im Zoo Leipzig ist nun Geschichte. Wenn alles gut geht, wird es im neuen "Feuerland" in ein bis zwei Jahren neue Pinguine geben. Bildrechte: Zoo Leipzig
Ein Brillenpinguin in der Kiste
Berlin, Berlin ich fahre nach Berlin - Brillenpinguin Otto kurz vor dem Start in die Bundeshauptstadt. Bildrechte: Zoo Leipzig
Ein Humboldt-Pinguin verschlingt einen Fisch.
Die künftigen Bewohner des Zoo Leipzigs: Humboldt-Pinguine. Bis zu 150 Tiere will die Einrichtung anschaffen. Bildrechte: dpa
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Neues Kapitel für das Aquarium

Die Bauarbeiten an dem historischen Aquarium werden im kommenden Jahr starten. Der gesamte Komplex soll in den nächsten zwei Jahren für rund zehn Millionen Euro modernisiert, umgestaltet und inhaltlich neu ausgerichtet werden.

Das Gebäude besteht aus drei Teilen: Dem historischen Bau, dem Anbau aus dem Jahr 1992 und dem historischen Terrarium. Im ersten Bauabschnitt werden der historische Altbau und der Anbau komplett saniert, da die Bausubstanz und die Aquariumstechnik verschliessen sind. Auch der Zwischenbau muss wegen Wasserschäden saniert werden. Dafür wird der Komplex ab 1. Januar 2019 für die Besucher geschlossen. Zuvor wird der Tierbestand sukzessive an andere Haltungen abgegeben. Besonders wertvolle Arten, wie die madagassischen Meeresbewohner und bestimmte Süßwasserarten, werden dabei vorübergehend in rückwärtigen Bereichen des Zoos untergebracht.

Für die Besucher steht der Terrarium-Anbau aber auch während der Bauphase offen. Fischliebhaber werden außerdem in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland fündig, wo unter anderem Gaviale, Lungenfische, Knochenhechte oder Arapaimas zu sehen sind.

Wenn der Umbau abgeschlossen ist, wird das Aquarium einen barrierefreien Rundgang haben, der bei der Tiefsee beginnt und über den Süßwasserbereich bis zum Terrarium führen wird. Ein Highlight soll eine sogenannte Rundscheibe werden, die in einer Decke eingelassen wird. Über den Köpfen der Besucher schwimmen dann die Meeresbewohner.

Aquarium Das im Jugendstil erbaute Aquarium ist nach Frankfurt am Main das zweitälteste Aquarium in Deutschland. 1910 wurde es eröffnet und im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut und erweitert. Fast 500 Arten von Reptilien, Fischen, Amphibien und Wirbellosen bewohnten bislang das Aquarium.

Quelle: MDR/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.11.2018 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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Zuletzt aktualisiert: 14. November 2018, 14:08 Uhr

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