04.12.2019 | 11:36 Uhr Leipziger nach Bombenentschärfung zurück im Alltag

In einem Transporter liegt eine entschärfte Fliegerbombe 1 min
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Viele Leipziger haben eine aufregende Nacht hinter sich: Gut 9.000 Menschen mussten für die Entschärfung einer Fliegerbombe ihre Wohnungen verlassen.

Mi 04.12.2019 11:00Uhr 01:20 min

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Nach der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Lage im Leipziger Norden am Mittwochmorgen wieder normalisiert. Der Sperrkreis von einem Kilometer um dem Blindgänger wurde aufgehoben. Die Anwohner konnten nach Angaben der Polizei zurück in ihre Wohnungen. Auch die vorübergehend gesperrte Bundesstraße 2 sowie eine Bahnstrecke wurden wieder freigegeben. Die 250 Kilogramm schwere Bombe war am Dienstagmorgen bei Bauarbeiten entdeckt worden.

1.200 Menschen in Notunterkünften

Etwa 9.000 Menschen waren aus Sicherheitsgründen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Rund 1.200 von ihnen kamen in Schulen und Turnhallen unter und verbrachten dort die Nacht zum Mittwoch. Viele suchten sich aber selbst eine Unterkunft, etwa bei Bekannten und Verwandten. Die Evakuierung zog sich bis in die Nacht, weil sich Anwohner weigerten, den Sperrbereich zu verlassen, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Beamten mussten von Haus zu Haus gehen, um Gebäude und Wohnungen zu räumen. Neben hunderten Polizeibeamten waren Helfer der Stadt, der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz.

Räumung von Pflegeheimen nicht ganz einfach

Rettungswagen stehen vor einem großen altenheim in Leipzig. Die sanitäter derMalteser warten darauf, dass der einsatz zur Evakuierung beginnt und mehr als 60 Altenheimbewohner transportiert werden müssen am 3.12.2019.
Die Räumung von Pflegeeinrichtungen dauerte Stunden, viele Bewohner sind auf ständige Hilfe angewiesen. Bildrechte: Tobias Junghannß

Schwierig gestaltete sich auch die Evakuierung zweier Pflegeheime. Die Polizei sprach von einer logistischen Herausforderung. Mitarbeiter des Deutschen Rotes Kreuzes und Angehörige der Feuerwehr halfen den Bewohnern aus ihren Unterkünften. Einige Betroffene sind auf ständige medizinische Hilfe angewiesen, sie wurden unter anderem in eine Kaserne gebracht. Dort kümmerte sich Pflegepersonal um die teilweise verunsicherten Menschen. Alle in Sicherheit gebrachten Personen sollen laut Feuerwehr im Laufe des Mittwochs in ihre Einrichtungen zurückgebracht werden.

Entschärfte Bombe wird in Zeithain zerlegt

Bei der Bombe handelte es sich um einen Blindgänger britischer Bauart. Nach ihrer Entschärfung durch Sprengstoffexperten gab die Polizei gegen 4:15 Uhr Entwarnung. Wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst mitteilte, wurde sie in eine Zerlegungsanlage nach Zeithain bei Riesa geschafft. Ihre Entschärfung stellte kein größeres Problem dar. Sie sei gut erhalten gewesen, der Zünder war intakt und nicht beschädigt, hieß es.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.12.2019 | ab 5:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 04.12.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 11:37 Uhr

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