Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Fernbusterminal Neues Drehkreuz für den Busverkehr in Leipzig

Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Seit Sonnabend rollen die Busse durch den Leipziger Fernbusterminal. Auf der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs stehen jetzt neun Bussteige für Fernreisende zur Verfügung. Das Provisorium an der Goethestraße ist damit Geschichte.

Millioneninvestition

Vor einem Jahr hatten die Bauarbeiten an dem Busbahnhof begonnen. Über dem Terminal entstand ein Parkhaus mit 550 Stellplätzen. Nebenan sollen zudem bis Herbst 2019 zwei Hotels entstehen. In das Fernbus-Terminal und das Parkhaus wurden 15 Millionen Euro investiert. Auf rund 700 Quadtratmetern haben Serviceeinrichtungen Platz. Fernbusbetreiber Flixbus betreibt einen eigenen Shop. Daneben befinden sich eine Autovermietung, ein Bäcker und bald auch ein asiatischer Schnellimbiss.

Eröffnung Leipzigs neuer Fernbusterminal

der neue Fernbusterminal in Leipzig
Zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag fuhr der erste Fernbus in den Terminal ein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
der neue Fernbusterminal in Leipzig
Zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag fuhr der erste Fernbus in den Terminal ein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eindrücke von der Eröffnung des neuen Fernbusterminals in Leipzig
Mit an Bord: Bauherr Ingo Seidemann und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Besichtigung des neuen Busterminals am Leipziger Busbahnhof.
Richtig los ging es mit dem Busbetrieb dann am Sonnabend. Wilfried Roßdeutscher gehörte zu den ersten Besuchern: "Ich finde gut, dass wir so einen Terminal haben. Mein erster Eindruck: Er könnte noch ein bisschen größer sein. Wenn ich mir die Abfahrttafel ansehe, wie viele Busse da kommen und wo die alle hinfahren, könnte ich mir vorstellen, dass ein paar Bahnsteige mehr vielleicht auch günstig wären." Bildrechte: MDR/Lars Tuncay
der neue Fernbusterminal in Leipzig
Von neun überdachten Stellplätzen starten die Busse in alle Himmelsrichtungen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Besichtigung des neuen Busterminals am Leipziger Busbahnhof.
Der Betreiber rechnen mit bis zu 1,6 Millionen Passagieren und 30.000 Bussen im ersten Betriebsjahr. 130 Busse pro Tag könnten zu den Stoßzeiten an Sonn- und Feiertagen aus- und einfahren. Bildrechte: MDR/Lars Tuncay
Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Rund um die Bussteige ist auf 700 Quadratmetern Platz für den Service. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Neben Wartemöglichkeiten für die Reisenden gibt es auch ein Bistro, einen Schnellimbiss, sanitäre Anlagen und ... Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
... Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
der neue Fernbusterminal in Leipzig
Wer mag oder muss steigt vom Bus direkt ins Auto um: Ein Verleih bietet vor Ort seine Dienste an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Der Bau kostete 15 Millionen Euro. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Eröffnung Fernbusterminal in Leipzig.
Fertiggestellt wurde er innerhalb eines Jahres. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
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Ingo Seidemann vom Bauherren S&G Development beschreibt die Vorteile des neuen Terminals: "Man kann in die Busse, geschützt vor Wind und Wetter, ein- und wieder aussteigen. Man findet hier alles, was an reisenahen Dienstleistungen für einen Reisenden wünschenswert ist." Vom Imbiss über die Toilettenanlage bis hin zum Aufenthalt, die Aufnahme oder das Auffinden von Gepäck sind hier viele Reisedienstleistungen an einem Ort zu finden, sagte Seidemann.

Alles ist hier an einer Stelle möglich. Und das große Plus sind die kurzen Wege zum Bahnhof und zum ÖPNV, zum Regionalbusverkehr und in die Innenstadt Leipzigs.

Ingo Seidemann S&G Development

Künftig sollen vom neuen Fernbus-Terminal bis zu 1,6 Millionen Passagiere in alle Metropolen des Landes transportieren. Bis zu 30.000 Busse könnten pro Jahr ein- und ausfahren, 130 Busse pro Tag zu den Stoßzeiten an Sonn- und Feiertagen, erklärte Seidemann.

"Enge Verknüpfung aller Verkehrsarten"

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau ist zufrieden mit dem Neubau. "Er entspricht den Plänen, die der Stadtrat beschlossen hat, einer engen Verknüpfung aller Verkehrsarten." Zudem unterstreicht sie die platzsparende Mischung des neuen Baus.

Die Stadt wächst und der Platz wird immer geringer. Wenn man es nicht schafft, die Funktionen übereinander zu stapeln, dann hat man ziemlich schlechte Karten. Das ist hier gelungen.

Dorothee Dubrau Baubürgermeisterin Stadt Leipzig

Dauerprovisorium ist Geschichte

Eindrücke von der Eröffnung des neuen Fernbusterminals in Leipzig
Bauherr Ingo Seidemann (2. von links) und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau mit den Eröffnungsgästen im neuen Fernbus-Terminal. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dubrau zeigte sich erleichtert, dass die Haltestelle in der Goethestraße nun endlich abgelöst wird: "Bisher gab es ein Straßenschild, auf dem Stand, dass dort ein Bus fährt. Nichts weiter. Jetzt gibt es in einem geschlossenen Haus einen Terminal mit all dem, was man sich so wünscht: Essen, Trinken, Sanitärobjekte, Fahrkartenschalter. Das ist ein Riesensprung." Auch Seidemann nannte den ehemaligen Abfahrtsort "ein Dauerprovisorium anstrengendster Art."

Tor zum Osten

Das neue Gebäude soll auch als eine Art "Tor zum Ostquartier" dienen, sagte Dubrau. "In diesem Quartier, dass sehr stark im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist, und in dem weder zu DDR-Zeiten noch in den ersten Jahren nach der Wende sehr viel gebaut worden ist, wird jetzt ein Gebäude nach dem anderen fertig werden." Der neugestaltete Platz an der Ostseite des Hauptbahnhofs werde im kommenden Jahr soweit fertiggestellt, "dass man dort die Gäste und die Leipziger auch wieder gut empfangen kann", sagte Dubrau.

Quelle: MDR/lt

Das Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.03.2018 | ab 10:00 Uhr in den Regionalnachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 22.03.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. März 2018, 08:39 Uhr

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1 Kommentar

22.03.2018 21:07 Chancengleichheit bei den Wegekosten 1

Wie hoch sind denn die Nutzungsentgelte für den Busbahnhof?
Es darf doch wohl davon ausgegangen werden, dass der Privatinvestor mit seiner Inbestition Geld verdienen will.
Im Gegensatz zum Staat, der den Fernbussen noch den Hintern putzt und salbt.