Orkantief "Friederike" Stromversorgung in Sachsen weitgehend wiederhergestellt

Strommasten auf einem Feld.
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Zwei Tage nach dem Orkan "Friederike" ist die Stromversorgung in Sachsen weitgehend wiederhergestellt. Eine Sprecherin des Energieversorgers Enso sagte MDR SACHSEN, über 100 Störungen seien am Sonnabendg behoben worden. Lediglich rund 70 Kunden seien noch von der Stromversorgung abgeschnitten. Dies betreffe vor allem einzelne Gehöfte im Landkreis Meißen. Dort waren am Morgen noch rund 1.800 Haushalte ohne Strom. Der Netzbetreiber Mitnetz meldete zuletzt rund 460 betroffene Kunden in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.

Einige Störstellen noch nicht erreichbar

Beide Unternehmen haben das ganze Wochenende Reparatur-Teams im Einsatz, um die Störstellen so schnell wie möglich zu beseitigen. Vor allem gebe es Schäden im Niederspannungsbereich. Das heißt, es sind vor allem Leitungen betroffen, die zu einzelnen Häusern oder Gebäudegruppen führen. Die Reparatur sei da sehr aufwendig und schwierig, weil manche Störstellen aufgrund entwurzelter Bäume noch gar nicht oder nur schwer zu erreichen sind. Diese Schäden könnten aber nur direkt vor Ort begutachtet und beseitigt werden, erklärten die beiden Energieversorger. Zudem müsse auch für die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter gesorgt werden.

Bis wann auch die letzten Haushalte in Sachsen wieder am Netz sind, konnten Mitnetz und Enso-Netz nicht sagen. Auch über den finanziellen Schaden konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Am Donnerstag waren zu Spitzenzeiten 140.000 Kunden der Mitnetz in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen ohne Strom. Bis auf Thüringen gibt es in allen drei Bundesländern immer noch Störungen im Netz.

Quelle: MDR/bb/ah

Dieses Thema im Programm von MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 20.01.2018 | 12:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 20.01.2018 | 19:00 uhr

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