Von Lenin bis Flüchtlingskrise Modernisierte Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig hat eine neue Dauerausstellung bekommen. Die Macher schauen zurück auf die DDR-Geschichte, wagen sich aber auch bis in die Gegenwart vor. Ein Kunstwerk zeigt die Überreste eines Flüchtlingsbootes.

Lenin-Statue, im Hintergrund Levi´s und Coca Cola
Das schwerste Ausstellungsobjekt: eine Lenin-Statue aus Bischofswerda. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Lenin schmunzelt aus der Ausstellung heraus. Im Hintergrund, genauso rot, wie die Arbeiterfahne, die Insignien des Kapitalismus: Levi´s und Coca Cola. Die Geschichtsreise handelt vom Traum und Scheitern des Sozialismus, von Diktatur und Demokratie. Rund 2.000 Objekte und Dokumente auf 2.000 Quadratmeter. Darunter sind alte Bekannte, wie der Tisch des Politbüros, aber auch neue, wie die Leninstatue. Sie stammt aus Bischofswerde und ist das schwerste Exponat.

Von Lenin bis Flüchtlingskrise Neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Geschichte neu erleben, nicht nur in Bildern und Ausstellungsobjekten, sondern auch interaktiv mit Filmen und Hörbeispielen. Das ist die neuen Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

langer, brauner Holztisch mit acht Stühlen, im Hintergrund das Emblem der DDR (Hammer, Sichel, Ehrenkranz), an der Wand ein Plakat mit der Aufschrift "Ewige Freundschaft mit dem Sowjetvolk, dem Bannerträger des Friedens"
Beratungstisch des Politbüros. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
langer, brauner Holztisch mit acht Stühlen, im Hintergrund das Emblem der DDR (Hammer, Sichel, Ehrenkranz), an der Wand ein Plakat mit der Aufschrift "Ewige Freundschaft mit dem Sowjetvolk, dem Bannerträger des Friedens"
Beratungstisch des Politbüros. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Plakat mit den Gesichtern von zwei Jugendlichen, darunter steht "Kämpft für den Frieden! Erbaut den Sozialismus!" Jugendweihe 1967
Werbung für die Teinahme an der Jugendweihe. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
DDR-Schulranzen, rot-gelb mit Federmappe, Trinkflasche und blauem Halstuch hängt an einer Schulbank
Der Schulranzen hängt an der Bank in einem Klassenzimmer. Statt Tafel gibt es eine Videoleinwand, auf der man eine Unterrichtsstunde an einer POS verfolgen kann. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Trommel, Büste von Ernst Thälmann, Fanfare mit Jungpionierwimpel und rote Fahne mit der Aufschrift "Fleissig lernen zu Ehren unserer DDR"
Trommel, Büste und Fanfare - Gegenstände wie aus einem Traditionskabinett. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Panzerabwehrkanone der Roten Armee
Beeindruckend: eine Panzerabwehrkanone der Roten Armee. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bilder des sozialistischen Realismus, Heroisierung des Handelns in der DDR
Bilder des sozialistischen Realismus. Das Fresco wurde im Keller der Akademie der Künste in Berlin entdeckt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
gelbes, leicht angerostetes Emaille-Schild mit der Aufschrift "Die Arbeitsschutzbestimmungen liegen zur Einsicht in dem Meisterbüro aus!"
Hinweise zum Arbeitsschutz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Nähmaschine mit Dederon-Schürze
Eine alte Bekannte: Omas Dederonschürze. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Ausstellungsvitrine mit einem roten Damen-Kostüm, in einem Regal ein Buch mit dem Titel "Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit". In der Vitrinenscheibe spiegelt sich das Zeichen der Leipziger Mustermesse.
Bekleidung aus Chemiefasern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
DDR-Zeitungskiosk
Ein DDR-Zeitungskiosk mit Exemplaren der NBI, Für Dich, FF dabei und vielem mehr. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Handschriftliche Notiz von Günter Schabowski für die Pressekonferenz 1989 zur neuen Reiseregelung der DDR.
Günter Schabowskis historische handschriftliche Notiz über die Neuregelung der DDR-Reisebestimmungen. Jeder Besucher kann sich eine Kopie davon mit nach Hause nehmen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Übermannhohe Buchstaben "FREIHEIT"
Freiheit: auf den liegenden Buchstaben können sich die Besucher am Ende der Ausstellung ausruhen und ins Gespräch kommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die Ausstellung lädt für kurze Besuche zum oberflächligen Staunen über Vergangenes ein oder für längere Besuche zum tiefen Eintauchen in historische Entwicklungen. An interaktiven Bildschirmen können beispielsweise 80 Zeitzeugenbeiträge abgerufen werden, darunter sind Aussagen von Führungskräften des Ministeriums für Staatssicherheit. Zu sehen sind auch Ausschnitte von Dokumentationen und Nachrichten. In einem Klassenzimmer wird man Teil des Unterrichts an einer POS.

Seit Januar wurden fünf Millionen Euro in die Überarbeitung der Ausstellung gesteckt. Der Eintritt ist frei.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 06.11.2018 | ab 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Leipzig

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Zuletzt aktualisiert: 06. November 2018, 20:16 Uhr

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