Braunkohleförderung Erneut Protest in Pödelwitz

So nah ist der Tagebau schon an das Dorf gerückt

Pödelwitz von oben.
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Pödelwitz von oben.
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Luftaufnahme von Pödelwitz -Abrissdorf (Sachsen), aufgenommen am 17.08.2013.
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Umweltschützer haben am Sonnabend in Pödelwitz im Leipziger Südraum gegen die drohende Abbagerung des 700 Jahre alten Dorfes protestiert. Greenpeace-Aktivisten hingen dazu eine 200 Meter lange Kette aus 100 Wimpeln zwischen den Häusern auf. Diese waren in den vergangenen Monaten in zahlreichen Greenpeace-Ortsgruppen in ganz Deutschland zusammengetragen und mit Grußbotschaften versehen worden. Greenpeace-Aktivist Felix Hermann sagte MDR Sachsen: "Mit diesen Wimpeln fordern wir von der Politik in Sachsen und im Bund ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz". Er forderte, es dürfe in Deutschland keine neuen Braunkohletagebaue mehr geben. Jens Hausner von der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz erklärte: "Wir werden unser Dorf nicht hergeben, damit der Klimawandel weiter angeheizt werden kann»,

Erst im März hatten Aktivisten angefangen, Häuser zu reparieren, die bereits der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft gehören. Die Mibrag, die bereits 85 Prozent der Grundstücke vor Ort aufgekauft hat, hatte daraufhin Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Pödelwitz liegt am Rand des Braunkohletagebaus "Vereinigtes Schleenhain".

Über dieses Thema berichtet MDR auch im Radio: MDR SACHSENRADIO | 09.09.2017 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 11:59 Uhr