Lageplan der Gebäude.
Das Gelände der Grundschule am Opferweg in Leipzig-Wahren. Die Pläne des Architektenbüros BURUCKERBARNIKOL für den Umbau wurden ausgezeichnet. Bildrechte: BURUCKERBARNIKOL

Schulen für morgen Sachsens Architekten auf neuen Wegen

Die Schularchitektur steht mitten im Umbruch. Es geht nicht mehr nur darum, hübsch anmutende Gebäude zu schaffen. Auch Schulen sollen heute nachhaltig gebaut werden. Und das bezieht sich nicht nur auf Energieverbrauch und Baumaterialien, sondern auch auf die Nutzung. Auch in 30 Jahren sollen sie noch den Anforderungen entsprechen können. Wie das gehen kann, haben 120 Architekten am Freitag auf der Schulbaukonferenz in Leipzig diskutiert.

Lageplan der Gebäude.
Das Gelände der Grundschule am Opferweg in Leipzig-Wahren. Die Pläne des Architektenbüros BURUCKERBARNIKOL für den Umbau wurden ausgezeichnet. Bildrechte: BURUCKERBARNIKOL

Wir sind die Schüler von heute, die in den Schulen von gestern mit Lehrern von vorgestern und Methoden von vorvorgestern auf die Probleme von morgen vorbereitet werden, die wir erst übermorgen erkennen.

Architektenbüro Andreas Leipold, Spinnereistraße, Leipzig Schulbaukonferenz 2018 in Leipzig

In Sachsen gibt es aktuell 829 Grundschulen, 347 Oberschulen, 160 Gymnasien, 155 allgemeinbildende Förderschulen und sechs freie Waldorfschulen. Unzählige Schulen müssen in den kommenden Jahren neu gebaut oder aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden.

Eine von ihnen ist die Paul-Robeson-Grundschule am Opferweg in Leipzig-Wahren. Das fünfgeschossige Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1894 und steht unter Denkmalschutz. Seit dem Ende des Schuljahres 1998/99 steht die Schule leer. Eine Baracke von 1934, die als Speisesaal und Sporthalle genutzt worden war, wurde schon abgerissen und macht nun Platz für Neues.

Frontalansicht auf die Baustelle eines Schulgebäudes.
Das Gebäude der Grundschule am Opferweg wird komplett saniert und erweitert. Der Schulbetrieb soll im Sommer 2019 starten. Bildrechte: Till Schuster

Der Dresdner Architekt Steffen Burucker hat für sein Konzept für die Paul-Robeson-Grundschule nun den Preis des bundesweiten Wettbewerbs "Pilotprojekte Schulen planen und bauen" der Montag Stiftungen erhalten.

Ein Haus, viele Möglichkeiten

Der Architekt hat in seine Baupläne das pädagogische Konzept der Ganztags-Grundschule einfließen lassen. Die Klassenräume sind auch als Gruppenräume konzipiert; die Themenräume des Hortes können gleichzeitig Fachräume der Schule sein; der Werkraum und das Atelier sind auch Kreativ- und Spielzimmer des Hortes.

Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Nicht nur das alte Gebäude wird saniert und umgebaut, es entstehen auch ein Erweiterungsbau und eine Einfeld-Sporthalle. Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 soll die Schule in Betrieb gehen.

Schulbauarchitektur muss freier, offener und flexibler werden.

Architektenbüro Andreas Leipold, Spinnereistraße, Leipzig

Modell des Gebäudes.
Modell des neuen Schulgebäudes. Bildrechte: BURUCKERBARNIKOL

Geimsam planen

Architektur und Pädagogik gehen hier Hand in Hand - beispielgebend. Zu oft sei es aber noch so, dass Architekten bei der Planung die Anforderungen der Schulen nicht kennen, kritisierte Barbara Pampe vom Bereich Pädagogische Architektur bei der Montag Stiftung - ein großes Thema bei der Schulbaukonferenz der Architektenkammer Sachsen in Leipzig an diesem Freitag. Ziel war es, Architekten, Entscheidungsträger aus kommunalen Ämtern und Pädagogen dafür zu sensibilisieren.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.01.2018 | ab 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2018, 17:46 Uhr

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1 Kommentar

26.01.2018 18:01 Ehemaliger Schüler 1

Geht es hier um die Schule im Opferweg oder um die Paul-Robeson-Schule. Das sind verschiedene Paar Schuhe.