Landgericht Leipzig
Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Landgericht Leipzig Urteile im Prozess um "Mord ohne Leiche"

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Im Mammutverfahren um den so genannten "Mord ohne Leiche" sind am Landgericht Leipzig die Urteile gefallen. Die 40 Jahre alte Mutter und der 23 Jahre alte Freund der Tochter müssen lebenslang in Haft. Die 18-jährige Tochter wurde zu neun Jahren und sechs Monaten verurteilt. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Begründet wurde das Strafmaß damit, dass die Tat aus Habgier verübt und geplant gewesen sei.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Trio im November 2015 in Leipzig den Ex-Freund der Tochter, einen Dolmetscher, getötet hat. Zudem hätten die Beschuldigten vom Konto des Opfers 10.000 Euro abgehoben und sein Auto verkauft.

Die Ermittlungen in dem Fall waren recht schwierig. Noch zu Prozessbeginn war das 30jährige Opfer verschwunden. Erst im März 2016 wurde die Leiche in der Nähe von Burg in Sachsen-Anhalt gefunden.

Das afghanische Opfer war als Dolmetscher in einem Asylbewerberheim in Chemnitz beschäftigt, wo er die heute 18-Jährige näher kennengelernt haben soll. Unter einem Vorwand lockten die Angeklagten den Mann nach Leipzig. In einer Wohnung sollen die drei dann auf das Opfer mehrfach eingestochen und es erwürgt haben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Angeklagten können binnen einer Woche noch in Revision gehen.

Quelle: MDR/Landgericht/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.01.2018 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 13:47 Uhr

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6 Kommentare

13.01.2018 18:16 walter 6

an Wolle: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Sie kennen doch sicher den Unterschied zwischen afghanischen Opfer und syrischen Täter?

13.01.2018 02:56 Max W. 5

@12.01.2018 12:52 Mager (Ich sehe mich veranlasst, die hier weggelassene Info zur Herkunft der Killer/Auftraggeber nachzureichen: Syrien.)

Korrekt, es handelt sich um Syrer. Und ich hätte gerne Informationen über den aktuellen Aufenthaltsstatus. Und es bleibt festzuhalten, dass wir nun die Kosten für zwei lebenslange Inhaftierungen und eine langjährige bezahlen dürfen. Da in Schland "lebenslänglich" gerne mal lediglich 15 Jahre bedeutet, hat das Gericht zudem sicherlich die sofortige Abschiebung nach Haftentlassung angeordnet. Hat es doch?

13.01.2018 01:47 wolle1 4

@1 und 2 wieso? " Das afghanische Opfer....." Steht doch eindeutig im Bericht. Wieso kommen Sie dann auf Syrien? Wollte nur mal so am Rande fragen

12.01.2018 23:27 Baldur von Ascanien 3

Danke an 1 & 2 ! Auch mit Weglassen kann man lügen................

12.01.2018 13:04 Sachse43 2

Daß die Täter Syrier sind wollte ich nur mal so am Rande erwähnen...Andere Medien nennen Roß und Reiter beim Namen!

12.01.2018 12:52 Mager 1

Ich sehe mich veranlasst, die hier weggelassene Info zur Herkunft der Killer/Auftraggeber nachzureichen: Syrien.