Urteil Wasserwerke Leipzig verlieren im Heininger-Prozess

Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig müssen wahrscheinlich Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Wie das Landgericht Leipzig heute entschied, kann die Landesbank Baden-Württemberg Schadenersatz von den KWL (Kommunale Wasserwerke Leipzig) verlangen. Durch das Urteil ist der Rechtsstreit vorm Landgericht Leipzig aber noch nicht zu Ende. Ob die Höhe der Schadensersatzforderung tatsächlich, wie behauptet, 75,4 Mio. Euro beträgt, muss noch ein Gutachten klären, wie das Gericht mitteilte.

Finanzgeschäfte ohne Zustimmung des Aufsichtsrates

Die LBBW verlangt von den Wasserwerken den Schadenersatz aus einem Vertrag mit dem früheren KWL-Geschäftsführer Klaus Heininger über spekulative Finanzprodukte im Umfang von mehreren Millionen Euro. Nachdem die riskanten Finanzwetten geplatzt waren, fordert die Bank nun die Ausfälle in Höhe der 75,4 Millionen Euro von den Wasserwerken und damit von der Stadt Leipzig. Die Wasserwerke hingegen wollten, dass das Geschäft für unwirksam erklärt wird. Es sei ohne Zustimmung des KWL-Aufsichtsrates abgeschlossen worden. Einen vom Gericht angeregten Vergleich hatten die KWL-Vertreter abgelehnt.

Zuletzt aktualisiert: 03. Juni 2013, 17:07 Uhr

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1 Kommentar

04.06.2013 11:08 Wolfgang Schröter 1

Prima! Da können das ja dann die Kunden bezahlen (in Form von dauernden Preiserhöhungen), denn irgendwoher muß das Geld ja kommen! Da kann der Verbraucher sparen, wie er will. Unter irgendwelchen Vorwänden wird dann alles teurer!
Ich finde es skandalös, dass es möglich ist, mit Geld, was einem nicht gehört - und da meine ich auch unser aller Steuergeld - so
umzugehen! Ich sage: Holt Euch Euer Geld vom Verursacher: Pfändet Haus, Hof, Luxusautos, Kontos und Einkommen!