"Stückelmord"-Prozess in Leipzig Verurteilter Mörder wehrt sich gegen Höchststrafe

Nach dem Urteil im Prozess um zwei getötete und zerstückelte Frauen in Leipzig hat der Angeklagte Revision eingelegt. Das hat eine Sprecherin des Leipziger Landgerichts am Montag bestätigt. Der verurteilte Straftäter wehrt sich damit gegen die Höchststrafe.

Er war vor einer Woche zu lebenslanger Haft wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt worden. Nach Auffassung des Gerichts hatte der 39-Jährige zwei wehrlose Frauen erwürgt, ihre Leichen zerstückelt und wie Abfall entsorgt. Außerdem hatte das Gericht die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren wäre somit unwahrscheinlich. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe muss nun entscheiden, ob die Revision zugelassen wird.

Besondere Schwere der Schuld Hier wird nach 15 Jahren geprüft, wie viel Strafe noch verbüßt werden muss, bis der Verurteilte auf Bewährung entlassen werden kann. Dabei spielt das Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit die entscheidende Rolle. Eine feste Obergrenze gibt es nicht.

Quelle: MDR/kp/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.03.2018 | 15:30 Uhr in den Regionalnachtrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 12. März 2018, 17:03 Uhr