17.05.2019 | 11:32 Uhr Update: Amt als Städtetagspräsident wäre für Leipzigs OB Jung "wirkliche Ehre"

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD)
Bildrechte: dpa

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung soll im Juni voraussichtlich neuer Präsident des Deutschen Städtetages werden. Medienberichten zufolge will die SPD Jung auf der Hauptversammlung der Interessenvertretung Anfang Juni in Dortmund vorschlagen. Der 61 Jahre alte Kommunalpolitiker wäre damit der erste ostdeutsche Oberbürgermeister in diesem Amt. Bei Facebook reagierte Jung auf diesen Vorschlag mit den Worten: "Ein wirkliche Ehre für Leipzig und mich."

Dass man Leipzig und dem Oberbürgermeister das Amt zutraue, zeigt Burkhard Jung zufolge, dass Leipzig in der Bundesliga der deutschen Städte angekommen ist. "Wir sind angekommen in Deutschland insgesamt. Ja, vielleicht sind wir sogar die erste gesamtdeutsche Stadt in diesem Land", meinte Jung nach Bekanntwerden seiner Personalie für das Präsidentenamt des Städtetages. "Ein Leipziger Oberbürgermeister als Präsident des Deutschen Städtetages wäre 30 Jahre nach dem Mauerfall ein starkes Zeichen für das weitere Zusammenwachsen unseres Landes", erklärte Dulig.

Jungs Amtszeit in Leipzig endet 2020 - und dann?

Das auf zwei Jahre begrenzte Ehrenamt wird seit Jahren abwechselnd von SPD und CDU besetzt. Der Deutsche Städtetag vertritt 3.400 Städte bundesweit. OB Jung sitzt bereits als Stellvertreter im Präsidium des Städtetags - neben Kollegen aus Saarbrücken, Augsburg, Stuttgart und Osnabrück.

Seit 2006 ist er Oberbürgermeister in Leipzig. Seine Amtszeit endet im Frühjahr 2020. Ob er für eine weitere Amtszeit in Leipzig kandidieren wird, hat der 61 Jahre alte SPD-Politiker bislang offen gelassen. In Interviews hatte er angekündigt, in den Sommerferien in Ruhe darüber nachdenken zu wollen. Jungs Parteikollege Martin Dulig sagte dazu: "Burkhard Jung ist ein hervorragender Oberbürgermeister. Es wäre ein großes Glück für Sachsen, wenn er seine Arbeit in Leipzig fortsetzt."

Vor einem Jahr brachte sich Jung sich als Kandidat für den Präsidenten-Posten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ins Gespräch. Doch der Verband entschied sich gegen Jung.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.05.2019 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

AKTUELLES AUS SACHSEN

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

10 Kommentare

18.05.2019 16:29 Theophanu 10

Um es klarzustellen: Jung ist ein Ex-Religionslehrer aus Siegen- er ist kein Ostdeutscher. Er kamm erst nach der friedlichen Revolution.

18.05.2019 10:12 Thüringer 9

Wie war das noch mal mit der Treuhand? Hat sich da nicht der Westen in den Osten eingekauft? Wo ist das Geld hin? Die Westler kannten sich in der DDR nicht aus z.B. wussten sie nicht, dass Erfurt zu Thüringen gehört! Aber wir Ostler wussten das Frankfurt am Main zu Hessen gehört und nicht zu Sachsen. Auf diesen Posten gehört ein "Ostler" und nicht ein hergelaufener "Westler". Wenn wir schon zur zweiten Klasse nach über 30 Jahren gehören, dann steht auch uns einer aus den eigenen Reihen zu. Denkt dran Ihr "Ostler" in diesem Jahr sind Wahlen. Und damit Pasta.

18.05.2019 09:55 Jörg 8

Wieder EIN dicker versorgungs Posten für einen ex wessi mit über 60 anstatt jungen Menschen sowas zu zutrauen werden kommende Rentner auf Posten gesetzt naja wie üblich auch IN der Politik wahrscheinlich liegt es daran das die Leute zu wenig auskommen haben und die Rente Nicht reichen würde zum normalen Leben.

17.05.2019 22:00 Paule 7

Oh Gott oh Gott!

17.05.2019 19:07 Wo geht es hin? 6

Zitat der MDR - Redaktion: "[Sehr geehrter Nutzer,
er ist Oberbürgermeister einer ostdeutschen Stadt.
Viele Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]" Zitat Ende. Warum schreiben Sie es dann nicht auch so? Sie schreiben aber - Zitat: "Der 61 Jahre alte Kommunalpolitiker wäre damit der erste ostdeutsche Oberbürgermeister in diesem Amt." Zitat Ende. Ich als Ostdeutscher möchte jedenfalls mit diesem Typen nicht in einem Atemzug genannt werden!

17.05.2019 16:33 Phrasenhasser 5

Da ist ja bestens für diesen Herrn gesorgt. Wie sagten wir früher immer? Nein, aufgrund der "Nettikette" möchte ich lieber ausweichen auf einen zwar Frauen betreffenden, jedoch irgendwie hier trotzdem passenden Spruch: "Nette Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin."

17.05.2019 15:28 rita 4

Ein unerträglicher Befürworter und Förderer von Linksextremismus wird von der SPD hofiert.
Unfassbar, nie wieder SPD!

17.05.2019 15:26 Gerald 3

Der 61 Jahre alte Kommunalpolitiker wäre damit der erste ostdeutsche Oberbürgermeister in diesem Amt.
Seit wann ist Herr Jung gebürtiger Ostdeutscher?
Die obere Aussage im Bericht stimmt nicht! Da hat @ Bernd 1 Recht! Er kommt aus Siegen!

[Sehr geehrter Nutzer,
er ist Oberbürgermeister einer ostdeutschen Stadt.
Viele Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

17.05.2019 14:37 Wo ist das Lobbyregister? 2

"Amt als Städtetagspräsident wäre für Leipzigs OB Jung "wirkliche Ehre""

Ja - und zwar eine völlig unverdiente. Es muss endlich Schluss sein mit diesen Versorgungsposten nach Karriereende oder bei sinkender Popularität. Junge ist ein Stino-SPD-Agenda-Funktionär, dessen unfassbare Einlassungen post 2015 ich nicht vergessen habe.
Im Deutschen Städtetag hat so etwas nichts zu suchen; sonst haben wir morgen nur ein unterwürfiges Ja-Sager Gremium als Experten-Werfer mehr.

17.05.2019 14:19 Bernd 1

Also mit meiner Abitur Note in Geografie war ich zwar zufrieden aber da weiss ich wohl doch nicht so viel wie z.B. Herr Dulig. Fuer mich liegt Siegen in NRW und daher nicht in Ostdeutschland.

Mehr aus der Region Leipzig

Mehr aus Sachsen