02.10.2019 | 15:11 Uhr Nach Todesfällen: Weltweiter Rückruf von Wilke Wurstwaren

Eine Salamipizza
Auch auf Fertigpizzen sind Salamis der Firma Wilke zu finden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Panthermedia

Nach dem Tod zweier Menschen in Hessen hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg den Rückruf aller Produkte der Firma Wilke Wurstwaren angekündigt. Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts habe Listerien in den Wurstwaren der Firma nachgewiesen.

Dem Landkreis zufolge wurden die Keime in Pizzasalami und Brühwurst entdeckt. Es gebe 37 weitere Krankheitsfälle, die möglicherweise mit den Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stehen.

Wurst deutschlandweit vertrieben

Das Unternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern beliefert eigenen Angaben zufolge deutschlandweit zu 95 Prozent den Großhandel, zum Beispiel Hotels und Bäckereien aber auch Nahrungsmittelhersteller. Die Firma Wilke exportiert aber auch ins Ausland.

Was machen Listerien? Listerien können zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Für Schwangere, kleine Kinder, Senioren und Menschen mit Immunschwäche sind Listerien gefährlicher. Sie können schwer erkranken. Blutvergiftung und Hirnhautentzündung können beispielsweise auftreten. Bei Schwangeren könnte sogar das ungeborene Kind geschädigt werden.

Betrieb vorerst geschlossen

Der Wurstbetrieb wurde dem Landkreis zufolge vorerst geschlossen. Die Einstellung des Betriebs sei jedoch nicht endgültig. "Die Firma bleibt so lange geschlossen, bis der Grund für die Verunreinigung gefunden ist", sagte der Kreissprecher.

Quelle: MDR/cnj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.10.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2019, 15:11 Uhr

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